Die schönsten Grabstätten von klassischen Komponisten
- peter
- 11. Juli
- 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 13. Juli

Lernen Sie 20 der schönsten Grabstätten von Musikern der klassischen Musik und Oper kennen
Die schönsten Grabstätten von klassischen Komponisten
Das Grab von Igor Strawinsky
Igor Stravinsky wurde auf eigenen Wunsch in Venedig beigesetzt, damit Musikliebhaber aus aller Welt sein Grab besuchen können.
Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof San Michele, das seit dem 13. Jahrhundert als Friedhof der Venezier genutzt wurde.

Hier liegt er neben seiner Frau begraben.

Nur wenige Meter von Strawinskys Grab entfernt, befindet sich das von Sergej Diaghilew, dem berühmten Impresario der Ballets russes, der 1929 im venezianischen Exil starb und für den Stravinsky seine berühmtesten Werke komponierte wie beispielsweise Der Feuervogel oder Le sacré du printemps.
Das Grab von Vincenzo Bellini in Catania
Vincenzo Bellini verbrachte Kindheit und Jugend Catania in Sizilien. Im Alter von 19 Jahren verließ er seine Heimatstadt für immer.

40 Jahre nach seinem Tod wurden seine sterblichen Überreste feierlich von Paris in seine Heimat überführt.Seit dann ruhen die Gebeine Bellinis in der Kathedrale von Catania.

Bellini ist bereits im Alter von 33 Jahren verstorben. Auf seinem Sarkophag sind als Inschrift die Noten und der Text der berühmten Melodie der Oper “La sonnambula” eingraviert: “Ach, ich hätte nicht gedacht, dich zu sehen, so schnell erloschen, o Blume!
Das Grab von Edvard Grieg
Edvard Grieg lebte während 22 Jahren auf dem Land in der Nähe von Bergen.
Er liess für sich und seine Frau ein schönes Haus bauen.

Er komponierte dort im Gartenhäuschen viele seiner bekanntesten Werke. Es ist liebevoll am See Nordåsvannet gelegen und noch immer so eingerichtet, wie es 1907, dem Todesjahr Griegs, war.

Sein Grab befindet sich am Rande des Grundstücks, in einer Felswand am See, wo er zusammen mit seiner Frau begraben liegt.
Das Grab von Robert Schumann
Robert Schumann verbrachte in Bonn seine letzten zwei Jahre in einer Nervenheilanstalt.
Nach seinem Tod wurde er wurde auf dem Alten Friedhof in Bonn beigesetzt.

Das große Denkmal wurde 25 Jahre später eingeweiht. Zur Finanzierung des Denkmals wurde ein Schumann-Fest veranstaltet. Das Denkmal zeigt ein Relief von Schumann, zu dessen Füßen Clara sitzt, die Robert den Kranz der Unsterblichkeit überreicht. Daneben stehen Putten, die die Künste der Literatur, des Gesangs und der Musik, darstellen.

Das Grab von Joseph Haydn in Eisenach
Die letzte Ruhestätte Haydns war Teil eines Projekts der Esterhazy-Fürsten, das einst mit gigantischen Dimensionen geplant wurde.
Die heutige Kirche entsprach ursprünglich dem Altarraum und sollte eine große Wallfahrtskirche werden, daher ihre ungewöhnliche runde Form. Die Kirche gehört zu einem sogenannten Kalvarienberg, die lateinische Übersetzung von Golgatha, wo Christus gekreuzigt wurde. Der Kalvarienberg ist ein zu Beginn des 18. Jahrhunderts künstlich aufgeschütteten Hügels mit Grotten und Treppen, die die Passion Christi darstellen.

1932 wurde zu Haydns Ehren in der Kirche ein Mausoleum mit einem monumentalen Marmorsarkophag errichtet. An der Wand des Mausoleums sind Figuren zu sehen, die sein Oratorium “Die Jahreszeiten” darstellen sollen.

Das Grab von Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach liegt seit 1950 in Leipzig begraben.
Seine Gebeine kamen auf Umwegen in die Thomaskirche. Als er starb, wurde er ohne Grabstein auf dem Friedhof der Thomaskirche beigesetzt. Nach der von Mendelssohn ausgelösten Bach-Renaissance des 19. Jahrhunderts beschloss man seinen Leichnam zu exhumieren und in der benachbarten Kirche neu bestatten.

Allerdings kannte man den genauen Standort des Grabes nicht. Die einzige Information über die genaue Lage des Grabes war die überlieferte Angabe “sechs Schritte geradeaus von der Tür an der Südseite”.
Es ist umstritten, ob es sich bei der exhumierten Leiche wirklich um die von Bach handelt. Die Tatsache, dass sich der Leichnam in einem Eichensarg befand, ist jedoch ein wichtiges Argument dafür, da dies nur bei 1 % der Bestattungen zu dieser Zeit der Fall war. Eine endgültige Klärung würde eine DNA-Analyse bringen. Die Kirche wurde während des Zweiten Weltkriegs bombardiert und die Gebeine mussten unter den Trümmern hervorgeholt werden, um schließlich in der Thomaskirche beigesetzt zu werden.

Das Grab von Anton Bruckner
Anton Bruckners letzte Ruhestätte ist ein Kloster in der Nähe von Linz.
Bruckner war 14 Jahre alt, als sein Vater starb. Auf Bitten seiner Mutter wurde er in das Stift St. Florian aufgenommen, wo er wegen seiner schönen Sopranstimme Mitglied im Chor der Sängerknaben wurde. Er wurde später Lehrer und blieb dort schliesslich bis zu seinem 31. Altersjahr.
Seine Zeit im St. Floriansstift hat Bruckner nie vergessen, und als er älter wurde, war es der sehnliche Wunsch des tief religiösen Bruckner, im St. Floriansstift begraben zu werden. Dieser Wunsch wurde ihm erfüllt.

Bruckner wurde in der Krypta der Stiftsbasilika direkt unter der großen Orgel beigesetzt. Auf dem Sockel des Sarkophags steht die Inschrift “Non confundar in aeternum” (In Ewigkeit werde ich mich nicht schämen), es ist die Schlusszeile seines Te deum. Nach eigener Aussage war das “Te Deum” der Stolz seines Lebens, und es war ihm wichtig, dass er das Talent, das er von Gott erhalten hatte, nicht verschwendete. So hoffte er, dass er in Gott einen gnädigen Richter finden würde.

Das Grab von Georg Friedrich Händel
Händel verbrachte den Grossteil seiner Komponisten Jahre in London.
Es war Händels Wunsch, in der Londoner Westminster Abbey seine letzte Ruhestätte zu finden und der König gewährte diese grosse Ehre.

Roubiliac schuf die Statue für das Grabmal. Dieses Porträt gilt allgemein als sehr originalgetreu, zum einen, weil Roubiliac Händel schon einmal für eine Statue porträtiert hatte, zum anderen, weil er das Gesicht nach der Totenmaske modellierte. Diese Aussage wurde von Zeitgenossen, die Händel kannten, bestätigt.

Das Grab von Giuseppe Verdi
In den letzten Jahren seines Lebens initiierte Verdi eine großzügige Tat.
Er kaufte ein großes Gelände an der Mailänder Piazza Buonarroti und ließ dort ein Erholungsheim für verarmte, alte Musiker errichten. Er wollte bewusst kein krankenhausähnliches Pflegeheim bauen, sondern ein Heim für Gäste, die in 2-Personen-Zimmern statt in Schlafsälen wohnen sollten.

Seitdem haben mehr als tausend Menschen diese geschmackvoll eingerichtete Pension genossen, die auf Verdis Wunsch.
Im Garten der Anlage befindet sich die Gruft von Verdi und seiner Frau Giuseppina.

Das Grab von Richard Wagner
Nach einem ereignisreichen Leben, zog der 61-jährige Wagner nach Bayreuth. Das Haus Wahnfried wurde der Lebensmittelpunkt der Familie Wagner.

Wagner starb 70-jährig in Venedig. Sein Leichnam wurde nach Bayreuth überführt und wurde im Garten seiner Villa begraben, wo seine Frau Cosima 40 Jahre später neben ihm zur letzten Ruhe gebettet wurde.

Wagner war ein Hunde Narr. Sein Lieblingshund Russ bekam ein Ehrengrab, das ganz in der Nähe des Grabes seines Herrchens liegt.

Das Grab von Gioachino Rossini
Gioacchino Rossini verbrachte seine letzten 20 Lebensjahre vornehmlich in Paris.
Allerdings waren diese Jahre getrübt durch seine gesundheitliche Probleme, die ihm chronische Schmerzen bereiteten. Er starb schliesslich an einem Mastdarm Krebs.

Sein Leichnam wurde nach einem feierlichen Begräbnis neben demjenigen von Chopin und Bellini in einem prächtigen Grab auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beigesetzt. Im Mai 1887 wurden seine sterblichen Überreste nach Florenz überführt.

Das Grab von Bedrich Smetana
Das bekannteste Werk von Bedrich Smetana ist Ma Vlast ist, auf Deutsch mein Vaterland.
Das erste Stück dieses 6-teiligen Zyklus heißt Vyšehrad, es handelt von der berühmten Burg an der Moldau.

Und hier wurde er auch begraben, im Friedhof auf dem Gelände des Schlosses Und hier wurde er auch begraben, im Friedhof auf dem Gelände des Schlosses Vyšehrad..

Das Grab von Michail Glinka
Mikhail Glinka kann als der Urvater der russischen klassischen Musik bezeichnet werden. Er wurde zum Vorbild für das mächtige Häuflein um Rimsky Korsakoff.
Er verstarb auf einer Reise nach Berlin an einer Erkältung. Sein Leichnam wurde in seine Heimatstadt Sankt Petersburg überführt.
Er fand seine letzte Ruhe auf dem schönen Friedhof des Alexander-Newski-Klosters.
Neben seinem Grab befindet sich die letzte Ruhestätte seiner Schwester Ludmilla.


Das Grab von Peter Tschaikowsky
Über Tschaikowskis Todesursache ist viel gerätselt worden. War es das Glas Wasser, mit dem er sich absichtlich mit der in St. Petersburg grassierenden Cholera infiziert hatte oder war es ein Ehrengericht, dessen Urteil er sich gebeugt hatte und Arsen schluckte? Heutzutage überwiegt die Meinung, dass Ersteres zutrifft.
Die Abdankung Tschaikowskys fand in der Kasaner Kathedrale statt, und der Andrang war riesig: 60.000 Menschen hatten um Karten gebeten.

Sein Grab befindet sich auf dem Tichwiner Friedhof im Alexander-Newski-Kloster. In seiner Nähe sind neben Michail Glinka auch Alexander Borodin, Nicolai Rimski-Korsakow und Modest Mussorgski begraben.

Das Grab von Mozart, Beethoven und Schubert
Mozart darf zwei Grabstätten sein Eigen nennen. Die eigentliche Grabstätte befindet sich auf dem St. Marxer Friedhof, auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof befindet sich sein Ehrengrab.
Dort befindet er sich in illustrer Gemeinschaft. Denn vor seinem Tod äußerte Schubert den Wunsch, in der Nähe von Beethovens Grab beigesetzt zu werden, bei dessen Beerdigungsfeierlichkeiten er ein Jahr zuvor einer der Fackelträger gewesen war. Diesem Wunsch wurde nach seinem Tod am 19. November 1828 entsprochen, und er wurde zwei Grabstellen neben dem großen Vorbild beigesetzt.
Im Jahr 1888 wurde Schuberts Leichnam gemeinsam mit Beethovens Grab auf den Zentralfriedhof überführt.

Zur Biografie von Mozart (Video-Doku und Text)
Zur Biografie von Beethoven (Video-Doku und Text)
Zur Biografie von Schubert (Video-Doku und Text)
Das Grab von Chopin
Chopins Leichnam befindet sich in Paris, aber sein Herz kam in seine Heimat nach Warschau zurück.

Die Reise des Organs dorthin war abenteuerlich. Seine Schwester war von Warschau an sein Sterbebett in Paris geeilt und hatte von ihrem Bruder seinen Wunsch erfahren, dass sein Leichnam nach Polen zurückkehren sollte. Dies war aufgrund der politischen Situation nicht möglich, und die Freunde beschlossen, dass die Schwester das in Cognac eingelegte Herz nach Warschau schmuggeln sollte, wo es zunächst in ihrer Wohnung aufbewahrt wurde.
Ihre Taufkirche nahm das Herz dann an, lagerte es aber im Keller der Kirche, weil die Kirchenvertreter nicht glaubten, dass der unverheiratete Chopin in Paris ein frommes Leben geführt hatte.
Erst 40 Jahre später fand es seinen Weg in die Kirche, wo es einen Ehrenplatz mit einem Marmordenkmal an der Säulenwand erhielt.

Das erste Mal wurde es mit Hilfe eines deutschen Priesters während des Zweiten Weltkriegs in Sicherheit gebracht, bevor die Kirche gesprengt wurde, und das zweite Mal 2014 nach dem Wiederaufbau der Kirche, als es medizinisch untersucht und als Todesursache eine Herzbeutelentzündung festgestellt wurde, die auf seine Tuberkulose zurückzuführen war.
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