Arie DEH NON VIENI TARDAR aus Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart
- peter
- 22. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Susannas Rosenarie („Deh non vieni tardar“) entfaltet sich in einem wiegenden Rhythmus, begleitet von Streichern und Holzbläsern. Es ist eine wunderschöne, lyrische Liebeserklärung an ihren zukünftigen Ehemann Figaro und die Utopie einer Welt, in der es keine Klassenunterschiede mehr gibt. Die Arie ist ein großer ruhiger Moment der Oper.
Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart
Wenn Sie mehr zur Zauberflöte hören möchten finden Sie hier eine Opernführer Doku:
Die Arie DEH NON VIENI TARDAR aus Le nozze di Figaro
Die Arie – Handlung und Hintergrund
Im Schloss des Grafen Almaviva. Die Diener Figaro und Susanna planen ihre Hochzeit. Figaro hat erfahren, dass seine zukünftige Frau ein Rendezvous mit dem Grafen hat. Er ist empört und beschließt, ihr heimlich zu folgen, um das Rendezvous zu beobachten. Doch das Ganze ist eine List, um den Grafen zu überlisten: Susanna verkleidet sich als Gräfin. Susanna weiß, dass Figaro sich hinter den Büschen versteckt, und die Arie ist eine Liebeserklärung an ihn.
Analyse
Oboe und Fagott führen das Thema der Arie ein und spielen es. Die Kulisse ist ein warmer und ruhiger Sommerabend im Garten des Schlosses des Grafen. Susannas Rosenarie („Deh non vieni tardar“) entfaltet sich in einem wiegenden Rhythmus, begleitet von Streichern und Holzbläsern:

Die Stimme muss im schönsten Legato fließen; es ist die Versuchung an Figaro, aus der Dunkelheit zu ihrer Geliebten zu treten und die Freuden der Liebe zu genießen. Mit einer wunderschönen Aufwärtsbewegung der Holzbläser schwebt Susannas Stimme zu einem himmlischen A:

Mozart schrieb diese Arie für die englische Sopranistin Nancy Storace, die seine erste Susanna war. Man sagt, sie habe damals Probleme mit den hohen Tönen gehabt.

Mozart schrieb diese Arie für die englische Sopranistin Nancy Storace, die seine erste Susanna war. Man sagt, sie habe damals Probleme mit den hohen Tönen gehabt. Deshalb komponierte Mozart die Arie im tieferen Bereich der Sopranstimme, sodass manche Sängerinnen heutzutage einzelne Töne eine Oktave höher singen.
Die Arie – der Text von „DEH NON VIENI TARDAR“
Rezitativ:
Giunse alfin il momento
che godrò senz’affanno
in braccio all’idol mio. Timide cure,
uscite dal mio petto,
a turbar non venite il mio diletto!
Oh, come par che all’amoroso foco
l’amenità del loco,
la terra e il ciel risponda,
come la notte i furti miei seconda!
Aria:
Deh, vieni, non tardar, oh gioia bella,
vieni ove amore per goder t’appella,
finché non splende in ciel notturna face,
finché l’aria è ancor bruna e il mondo tace.
Qui mormora il ruscel, qui scherza l’aura,
che col dolce sussurro il cor ristaura,
qui ridono i fioretti e l’erba è fresca,
ai piaceri d’amor qui tutto adesca.
Vieni, ben mio, tra queste piante ascose,
ti vo’ la fronte incoronar di rose.
Geschrieben für eine „lyrische Sopranistin“
Die Rolle der Susanna ist für eine lyrische Sopranistin geschrieben. Die lyrische Sopranistin muss über eine Stimme mit warmem Timbre verfügen und im hohen Register mit einem glockenartigen Klang überzeugen können. Dieser sollte farbenreich sein und darf nicht gezwungen klingen. Das mittlere Register muss volltönend sein.
Berühmte Interpretationen von „DEH NON VIENI TARDAR“
Lucia Popp
Nur wenige haben diese Arie so innig gesungen wie Lucia Popp. Ihre Stimme ist kristallklar, natürlich und voller Gefühl. Die Passagen „Vieni“ und „incoronar“ sind wunderschön romantisch gesungen.
Barbara Bonney
Sie hören eine weitere wunderschöne Interpretation von Barbara Bonney. Die Kanadierin wurde als Sängerin des Titelsongs zu Steven Spielbergs „AI – Künstliche Intelligenz“ berühmt. Hören Sie sich ihr „Deh vieni non tardar“ an.
Diana Damrau
Die Susanna ist eine der Schlüsselrollen von Diana Damrau. Ihr komödiantisches Talent (siehe zum Beispiel das „Via resti servita, madama brillante“ im Opernporträt) gepaart mit ihrer wunderschönen Stimme machen sie zu einem Highlight dieser Oper.
Kathleen Battle
Susanna war auch eine der wichtigsten Rollen der amerikanischen Koloratursopranistin Kathleen Battle. Sie werden eine ätherische Susanna hören, deren Stimme in hell und klar vorgetragenen Passagen erstrahlt. Diese Aufnahme bringt die wunderschöne Stimme von Battle zur Geltung, doch das Tempo ist eindeutig zu langsam. Das Orchester ist kaum zu hören, und die schöne, wiegende Pizzicato-Begleitung, die die romantische Abendstimmung erzeugt, fehlt. Es ist die Darbietung einer Diva.
Die Arie DEH NON VIENI TARDAR aus Le nozze di Figaro




Kommentare