Portrait der Arie JE DIS QUE NE RIEN ME EPOUVANTE aus der Oper Carmen von Georges Bizet
- peter
- 25. Juli
- 3 Min. Lesezeit

JE DIS QUE NE RIEN ME EPOUVANTE ist eine grossartige Arie der Micaela, die die Atmosphäre einer einsamen Mondnacht im Gebirge einfangen muss.
Wenn Sie mehr zur Oper Carmen hören möchten finden Sie hier einen Opernführer Doku:
JE DIS QUE NE RIEN ME EPOUVANTE aus der Oper Carmen - Handlung:
Micaela kommt ins Gebirge wo José sein Leben bei den Schmugglern führt. Sie ist immer noch verliebt in Don José fürchtet sich aber in dieser Umgebung und vor Carmen. Sie macht sich selber Mut, dass sie sich vor nicht fürchten soll.
Kommentar
Die Arie wird eingeleitet mit einem wundervollen expressiven Hornmotiv, dass die Vollmond-Szene aufs Treffendste zeichnet und die Arie in der passenden Stimmung einleitet.
Micaelas Arie muss von Anfang an den Zauber der Mondnacht einfangen. Bald schon muss Furcht in der Stimme mittönen beim «J’ai tort d’avoir peur» aber bei «vous Vous me donnerez du courage » wird der Ton wieder fester und mit einem diminuendo und ritardando auf seigneur findet Sie die Zuversicht die sie braucht.
Im Mittelteil der etwas bewegter ist, steht die Konfrontation mit Carmen im Zentrum «Je vais voir de près cette femme». Sie will ihre Widersacherin mit Ihrer Liebe zu Don José bezwingen, so bleibt der Ton in dieser Passage trotzdem friedlich und zärtlich und nicht aggressiv (Elle est dangereuse… elle est belle!)
Im dritten Teil werden wieder die Motive des ersten Teils aufgenommen. Das «De celui que j’aimais jadis!» muss mit viel Liebe gesungen werden und ein wunderschönes diminuendo und ritardando auf seigneur beendet diese grossartige Arie der Micaela.
Sie erwacht langsam aus dieser Stimmung, bis hin zu „l’ultimo addio“. Eine nostalgische Oboen-Cantilena leitet das Thema ihrer Heimat ein. Wir hören eine Pianissimo-Passage, bis die Klänge buchstäblich ersticken. Bilder ihrer Heimat werden heraufbeschworen. Die Verzweiflung manifestiert sich in den vielen Wiederholungen des „mai più“.
JE DIS QUE NE RIEN ME EPOUVANTE - der Text:
REZITATIV
C’est des contrebandiers le refuge ordinaire.
Il est ici; je le verrai!
Et le devoir que m’imposa sa mere
Sans trembler je l’accomplirai
ARIE
Je dis que rien ne m’épouvante,
Je dis, hélas! que je réponds de moi;
Mais j’ai beau faire la vaillante…
Au fond du coeur je meurs d’effroi!
Seule en ce lieu sauvage
Toute seule j’ai peur,
Mais j’ai tort d’avoir peur.
Vous me donnerez du courage;
Vous me protégerez, Seigneur!
Je vais voir de près cette femme,
Dont les artifices maudits
Ont fini par faire un infâme
De celui que j’aimais jadis!
Elle est dangereuse… elle est belle!
Mais je ne veux pas avoir peur!
Non, non, je ne veux pas avoir peur!
Je parlerai haut devant elle… ah!
Seigneur, vous me protégerez.
Protégez-moi! Ô Seigneur!
Donnez-moi du courage!
Stimmfach «lyrischer Sopran»
Die Rolle der Micaela ist für einen lyrischen Sopran geschrieben. Der lyrische Sopran muss über eine warm timbrierte Stimme verfügen und muss mit einer sicheren, glockenartigen Höhe überzeugen können. Die Höhe muss farbenreich sein und darf nicht forciert klingen. Die Mittellage muss reich sein.
Grosse Interpretinnen der Arie JE DIS QUE NE RIEN ME EPOUVANTE
Leontyne Price
Leontyne Price singt eine wunderschön lyrischer Interpretation (aus der berühmten Aufnahme von Herbert von Karajan).
Kiri Te Kanawa
Eine weitere überzeugende Aufnahme hören Sie von Kiri Te Kanawa, die mit einem wunderschönen Legato und der leuchtenden Höhe eine mehr ausdrucksstarke als verträumte Micaela interpretiert.
Angela Gheorghiu
Eine packende und intensive Darbietung der Arie von Michaela bietet Angela Gheorghiu. In perfektem Französich gesungen.
Elisabeth Schwarzkopf
Als Rarität hören Sie Elisabeth Schwarzkopf in französischer Sprache.
Portrait der Arie JE DIS QUE NE RIEN ME EPOUVANTE aus der Oper Carmen von Georges Bizet



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