Carmen von Georges Bizet- ein Opernführer: Handlung, Musik, Wissenswertes
- peter
- vor 20 Stunden
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Carmen ist eine Oper der Superlativen und sie gehört zu den unvergänglichen Meisterwerken der Operngeschichte und die Rolle der Carmen ist eine der attraktivsten Rollen, die für weibliche Stimmen geschrieben wurden. Doch sie ist sehr anspruchsvoll, sie erfordert eine erotische Ausstrahlung, grosse Singkunst, verführerische Tanzkunst und schauspielerische Fähigkeiten.
Carmen von Georges Bizet
URAUFFÜHRUNG: Paris, 1875 LIBRETTO: Henri Meilhac und Ludovic Halévy, basierend auf der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée.
DIE HAUPT PERSONEN: Carmen, Zigeunerin - Don José, Unteroffizier - Escamillo, Torero - Zuniga, Leutnant und Vorgesetzter des Don José - Micaela, Bauernmädchen
AUFNAHME EMPFEHLUNG: A) Die RCA Aufnahme besticht durch die hervorragende Carmen: RCA mit Leontyne Price, Franco Corelli, Robert Merrill und Mirella Freni unter der Leitung von Herbert von Karajan und dem Orchester und Chor der Wiener Staatsoper.
B) Die Decca Aufnahme besticht durch den hervorragenden Don José: DECCA mit Tatjana Troyanos, Placido Domingo, Jose van Dam und Kiri te Kanawa unter der Leitung von Herbert von Karajan und dem London Philharmonic Orchestra und dem John Aldis Choir.
Handlung
1. AKT: (Prélude) In Sevilla auf dem Platz vor der Tabakfabrik. Das Bauernmädchen Micaela aus Navarra sucht Don José. Soldaten warten auf die Pause der Arbeiterinnen. (Sur la place chacun passe) Die Wachablösung steht an und Gassenjungen ahmen die Szene nach. (La garde montante) Die Arbeiterinnen und Arbeiter der Fabrik treten in der Arbeitspause auf den Platz. Carmen erscheint und wird umringt von Männern. (L'amour est un oiseau rebelle) Carmen hat den diensthabenden Unteroffizier Don José bemerkt, der die Szene scheinbar teilnahmslos beobachtete. Sie wirft ihm eine Blume zu und verlässt lachend den Platz. Don José hebt die Blume nachdenklich auf. Nun erscheint Micaela. Sie ist gekommen, um Don José einen Brief seiner erkrankten Mutter zu überbringen. Micaela ist über beide Ohren verliebt in Don José, dieser denkt sehnsuchtsvoll an sein Dorf zurück und hat keine Augen für Micaela. (Parle-moi de ma mère) Lärm kommt aus der Zigarettenfabrik. Carmen hat eine Messerstecherei angezettelt, und Don José muss sie verhaften. Sie wird von Zuniga verhört und gibt sich gegenüber Zuniga respektlos. Dieser übergibt Carmen in die Obhut von Don José. Carmen singt verführerisch von der Schenke des Lillias Pastia, wo sie ihren nächsten Liebhaber treffen will, der durchaus Don José sein könnte. Don José schmilzt dahin ... (Près des remparts de Seville)
2. AKT: In der Schmuggler Taverne von Lillas Pastia. Carmen singt ein Lied, das alle mitreisst. (Les tringles des sistres tintaient) Don Escamillo, der bekannte Stierkämpfer erscheint unter dem Vivat der Anwesenden. Er erblickt Carmen und macht ihr Avancen, doch diese lässt ihn abblitzen. Auch Zuniga ist in der Spelunke und kündigt an, in einer Stunde zurückzukommen. (Votre Toast je peux vous le rendre) Zwei Schmuggler wollen Carmen überreden in die Berge zu gehen. Doch Carmen vertröstet sie. Sie erwartet Don José, den Zuniga ins Gefängnis steckte, weil er Carmen entfliehen ließ. Als er erscheint, tanzt Carmen für ihn einen Flamenco, den Don José verzaubert. Doch da ertönt eine Trompete, die zum Appell ruft. Er will gehen und Carmen ist erzürnt über sein Desinteresse. Sie versucht ihn zu überreden zu den Schmugglern zu stoßen, doch José will ein ehrliches Soldatenleben führen. Carmen ist enttäuscht über so wenig Mut und verhöhnt ihn. José schwört ihr seine Liebe und erinnert an die Blume, die sie ihm zuwarf. (La fleur que tu m'avais jetée) Carmen wirft ihm vor, die Liebe nur vorzutäuschen, sonst würde er mit ihr zu den Schmugglern in die Berge gehen. Don José sieht keinen Ausweg zwischen seiner Liebe zu Carmen und der Undenkbarkeit einer Desertation und Carmen entzieht ihm ihre Liebe. (Non, tu ne m'aimes pas) Zuniga erscheint und Don José gerät in ein Handgemenge mit seinem Vorgesetzten und Rivalen. Nun bleibt ihm nichts mehr anderes übrig als sich den Schmugglern anzuschließen. Die beiden Schmuggler halten den Offizier mit ihren Pistolen in Schach, während Don José und Carmen entfliehen.
3. AKT: Im Gebirge bei den Schmugglern. Don José und Carmen sind seit Monaten zusammen und streiten sich immer öfter. José entfernt sich, um seine Mutter in einem nahegelegenen Dorf aufzusuchen. Carmen trifft sich mit Frasquita und Mercedes. Sie legen Tarotkarten und Carmen sieht in ihnen ihren und Josés baldigen Tod. Die Schmuggler haben den Weg auskundschaftet und nun liegt es an den Frauen die Zöllner abzulenken. Sie verlassen den Ort. (Quant au douanier) Don José bleibt zurück, um die Waren zu bewachen. Micaela kommt ins Gebirge, wo José sein Leben bei den Schmugglern führt. Sie ist immer noch verliebt in ihn, fürchtet sich aber in dieser Umgebung und vor Carmen. (Je dis que rien ne m'épouvante) Als Micaela beim Lager ankommt, sieht sie Escamillo dort eintreffen und versteckt sich. Escamillo ist wegen Carmen gekommen und José gibt sich als ihr Liebhaber zu erkennen. Die beiden geraten in ein Handgemenge. Carmen ist mittlerweile zurückgekehrt und kann die Streithähne gerade noch rechtzeitig trennen. Micaela kommt aus dem Versteck hervor und erzählt José, dass seine Mutter im Sterben liege. Gemeinsam mit José verlässt sie das Lager, um zum Dorf zurückzukehren.
4. AKT: Es herrscht festliche Stimmung vor der Stierkampfarena in Sevilla. Die Mannschaft der Stierkämpfer trifft glanzvoll ein, Carmen erscheint an der Seite von Escamillo. (Les voici) Escamillo tritt in die Arena und Carmen erblickt Don José, der gekommen ist, um sie zurückzuholen. Vor der Stierkampfarena teilt sie ihm mit, dass die Beziehung zu Ende sei. José fleht sie an, doch Carmen schmeißt ihm den Ring vor die Füße. Das ist zu viel für ihn, und er ersticht Carmen mit einem Messer. (C'est toi…Viva)
Kommentar
Libretto: Bizet erhielt den Kompositionsauftrag für «Carmen» von der Pariser Opéra Comique. Deren Direktor Camille du Locle teilte ihm die Librettisten Meilhac und Halévy zu, die bereits viele glänzende Libretti für Offenbach geschrieben hatten. Sie basierten die Handlung der Liebesgeschichte weitgehend getreu der Vorlage Mérimées, lediglich Don Josés Vorgeschichte wurde weggelassen. Sie ergänzten die Handlung um die Personen der Micaela und des Don Camillo, der die Rolle des Picador Lucas aus Merimées Roman aufwertete.
Carmen: Die Rolle der Carmen wurde für die Entstehungsgeschichte entscheidend. Die Persönlichkeit dieser Figur war dazumal einzigartig: eine unbezähmbare Frau, erotisch, temperamentvoll und dazu noch eine Fabrikarbeiterin. Darüber hinaus vulgär und rebellisch statt romantisch und geduldig. Kurz: das exakte Gegenteil, was man vom Verhalten einer Frau im späten 19. Jahrhundert erwartete. An ihr entzündete sich im Vorfeld der Uraufführung eine hitzige Debatte. Als die Theaterleiter realisierten, was für ein «Monster» auf sie zukam, versuchten sie die den Verlauf der Dinge zu verändern. Aber es war zu spät. Selbst die geplante Hauptdarstellerin weigerte sich die Rolle zu singen. In der Person von Célestine Galli-Marié konnte kurzfristig ein geeigneter Ersatz gefunden werden. Die Wahl der Sängerin war und ist für den Erfolg entscheidend. Die Rolle ist sehr anspruchsvoll, sie erfordert eine erotische Ausstrahlung, grosse Singkunst, verführerische Tanzkunst und schauspielerische Fähigkeiten. Galli-Marié machte es Bizet nicht einfach, er muss für sie die Auftrittsarie 13-mal verändern.
Musik und Leitmotiv: Durch die gezielte Wahl von musikalischen Stilelementen wie spanischen Tänzen, chromatischen Motiven und exotischen Harmonien verlieh Bizet dieser Oper ein charakteristisches Gewand. Er verwendete zudem mehrere Motive, die als Erinnerungsmotive einen leitmotivischen Charakter bekommen. Stellvertretend sei hier das wichtigste, das sogenannte Carmen-Motiv angeführt. Es taucht bereits in der Auftrittsarie der Carmen auf und wird immer wieder zitiert. Es ist ein chromatisches Motiv, welches Bizet aus der Zigeunertonleiter entwickelte (möglicherweise inspiriert von Liszt Werk):
• Carmen-Motiv
Entstehung und Uraufführung: War die Entstehungsgeschichte nur schon wegen der Rolle der Carmen schwierig, kamen auch noch große Probleme mit dem Chor hinzu. Bizet erwartete vom Chor szenische Präsenz, doch er beklagte, dass die Chorsänger nicht viel mehr gewohnt waren als zu singen und herumzustehen. Trotz den mehr als hundert Proben musste Bizet einige Passagen streichen, um eine geordnete Durchführung der ersten Aufführungen sicherzustellen. Die Uraufführung erfolgte im März 1875. Der erste Akt wurde freundlich aufgenommen. Doch je länger das Werk dauerte, umso frostiger wurde die Atmosphäre im großen Saal der Opéra Comique. Es war zu viel für das konservative Publikum. Ein Kritiker schrieb über die Hauptdarstellerin: «Zu sehen, wie sie mit den Hüften schaukelte, wie ein Stutenfohlen auf einem Zuchtgestüt in Cordoba – quelle vérité, mais quel scandale» (Abbate/Parker, «eine Geschichte der Oper»). Auch die New York Times schrieb eine vernichtende Kritik: «Als Kunstwerk ist diese Oper absolut nichtig». Einzig Tschaikowsky schrieb nach Hause: «Und wie herrlich ist dieser Opernstoff! Ich bin überzeugt, dass Carmen in zehn Jahren die populärste Oper der ganzen Welt sein wird.» Bizet litt sehr darunter. Daneben hatte er häusliche Probleme, seine Frau hatte mit seinem besten Freund ein Verhältnis. Dies alles belastete ihn, und in der Nacht der einunddreißigsten Vorstellung verstarb er an seinem chronischen Herzleiden. Er erlebte die wachsende Begeisterung an seinem Werk nicht mehr. Nach dem Tode Bizets wurde für die Wiener Erstaufführung von Ernest Guiraud eine Fassung mit Rezitativen erstellt, statt den gesprochenen Dialoge der Opéra Comique. Der Erfolg war enorm und von da an begann der Siegeszug der «Carmen». Seither gibt es zwei Fassungen des Werks, welche regelmäßig gespielt werden.
Die schönsten Stellen
Prélude: Bizet nimmt im Prélude das Thema des Stierkampfes auf. In den beiden Eckteilen verwendet er einen «Paso Doble». Dieses marschartige Musikstück begleitete traditionell Corridas. Die mit Flamenco-Elementen besetzte Tanzvariante des «Paso Doble» ahmt die Bewegung des Toreros nach. Der Mann imitiert den Stierkämpfer und die Frau die Capa (das Tuch des Stierkämpfers). Im Mittelteil hören wir das berühmte Thema Escamillos.
La garde montante: Statt einer martialischen Wachablösung hören wir eine Szene der Gassenjungen. Es ist ein charmantes marschartiges Zusammenspiel einer Kornett-Trompete und Piccoloflöten. Tschaikowsky, der ein Bewunderer der Carmen war, übernahm diese Idee wenige Jahre später in seiner Pique Dame.
L'amour est un oiseau rebelle: Mit der Habanera hat Bizet der Rolle der Carmen ein wahres Charakterporträt gemalt. Selten wurde eine der großen Rollen der Opernliteratur über nur eine Arie definiert wie die Carmen. Die Habanera ist ein Musikstück kubanisch-afrikanischen Ursprungs, das mit sinnlichen Bewegungen eine provokativ-sexuelle Anspielung beinhaltet. Das Hauptthema hat Bizet einem Werk des Spaniers Yradier entnommen, der sich längere Zeit in der Karibik aufgehalten hatte. Bizet verwendete eine für Carmen charakteristische chromatische Vokallinie. Die Strophe ist in Moll gehalten und der Refrain in Dur. Das Orchester begleitete Carmen mit dem ostinato Motiv der Celli und verstärkt so den hypnotischen Charakter des Stücks.
Près des remparts de Seville: Carmens zweites Solo-Stück ist in der Form einer Seguidilla geschrieben, eines schnellen Tanzes im Dreier-Takt. Die verführerische Musik schwankt zwischen Gesang und Deklamation, schwebt zwischen Dur und Moll und ist nur sparsam orchestriert.
Les tringles des sistres tintaient: Mit dem Rhythmus eines tanzenden Flamencopaars beginnt das Stück zurückhaltend. Carmen stimmt ihr Lied ein, wieder mit exotischer Harmonik und begleitet vom synkopierten Takt des Tamburins. Mit einem großen Crescendo entfaltet in der Folge der Gesang und die Musik eine hypnotische Wirkung. Das Stück beginnt im Andante und endet schließlich in einem furiosen Presto. Darüber hinaus ergänzt Bizet im Orchesterpart laufend Instrumente, was die Sogwirkung noch verstärkt.
Votre Toast je peux vous le rendre: Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie die Rolle des Escamillo gesungen werden soll. Soll sie eher lyrisch gesungen werden oder heroisch und laut? Wie auch immer. Selten hat es einen größeren und spektakulären Bühnenauftritt gegeben wie für den Escamillo, den gloriosen Stierkämpfer.
La fleur que tu m'avais jetée: Eine der schönsten Arien der Operngeschichte ist die sogenannte Blumenarie. Eingeleitet von den wunderschönen Klängen des Englischhorns will Don José Carmen beweisen, dass sie zu Unrecht an seiner Liebe zweifelt. Es handelt sich um eine sehr abwechslungsreiche Arie mit sehr vielen kontrastierenden Elementen.
Quant au douanier: Bizet schrieb an dieser Stelle ein virtuoses Concertato der drei Frauen und des Chors der Frauen, mit schönen Bläserstimmen begleitet.
Je dis que rien ne m'épouvante: Dieses Stück wird mit einem kurzen, wunderschönen Hornmotiv eingeleitet. Die begleitenden Hörner und die schwelgerischen, mit Dämpfern gesetzten Streicher erzeugen eine anrührende Stimmung für das sentimentale Lied der Micaela.
Entr'acte: Bizet hat zeitlebens Spanien nie bereist aber musikalisch viel spanisches Kolorit eingefangen. Man sieht in diesem Zwischen stück das festliche Spanien förmlich vor dem geistigen Auge vorbeiziehen. Bizet hat die Hauptmelodie dieses Stücks einem andalusischen Lied entnommen und hinreißend orchestriert.
Les voici: Dieses berühmte Stück ist auch bekannt unter dem Namen «Cuadrilla», benannt nach der Bezeichnung der Equipe der Stierkämpfer. Wir hören in dieser grandiosen Massenszene die Themen der Ouvertüre.
C'est toi…il est… Viva: Bizet hat für das Ende der Carmen eine dramatische Schlussszene komponiert. Sie beginnt rezitativisch bis Carmen Don José entgegenschleudert "Tout est fini!", sodann versucht José sie mit einer zärtlichen Melodie zu gewinnen. Doch als sie die Beziehung aufkündigt, wechselt der Orchesterklang in frenetische Staccati der Bläser und einen nervösen Streicherklang. Mit der Hintergrundmusik des Stierkampfes erfolgt die Mordtat des rasenden José.
Große Aufnahmen in YouTube
L'amour est un oiseau rebelle - Victoria de los Angeles: Victoria de los Angeles (1923-2005) war eine große Carmen ihrer Zeit. Als gebürtige Spanierin beschwerte sie sich, «dass viele Interpretinnen die spanischen Frauen einfach nicht verstehen. Carmen sollte elegant, nicht grob und vulgär sein, sagte sie und fügte hinzu, selbst die gewöhnlichen Zigeunerinnen hätten Stolz und Zurückhaltung. Sie blieben einem Mann nach dem anderen treu, egal was passiert. Das sei ihre Carmen.» (Interview New York Times)
L'amour est un oiseau rebelle - Elina Garanca: Carmen ist eine der Paraderollen der lettischen Sängerin Elina Garanca. Sehen Sie und hören Sie sie in der Inszenierung der Metropolitan Opera. Wunderschön gesungen und wahrscheinlich die erotischste aller Carmen Aufnahmen.
L'amour est un oiseau rebelle – Maria Callas : Gesungen hat Maria Callas die Carmen nur im Konzert. Sie wäre im Opernhaus sicher eine reizvolle Carmen gewesen. Schauen Sie den Konzertausschnitt aus Hamburg 1962 an. Die Mimik reflektiert die Musik und dann rutscht die Stole von den Schultern. Sie wusste wie man eine Rolle darstellt und das Publikum für sich einnimmt!
Près des remparts de Seville - Leontyne Price: Price war eine hervorragende Carmen, sehr sinnlich und exotisch. Dazu Fischer («Große Stimmen»): «Wer so ausgeprägten Klangcharakter besitzt wie sie, wessen Stimme einen geradezu sexuellen Lockduft ausströmt, der wird als Violetta oder als Butterfly, als Adriana Lecouvreur oder als Elisabetta in Don Carlos nicht am richtigen Platz sein, wenn sie aber Aida und Carmen, Leonora und Tosca sang, dann konnte man sich der Wirkung dieser vokalen Raubkatze kaum entziehen.»
Je dis que rien ne m'épouvante - Leontyne Price: Hören Sie sich unbedingt das verträumte «Je dis que rien ne m'épouvante» in der berühmten Aufnahme von Herbert von Karajan an.
3 Fun Facts
1. In der 31. Aufführung der Carmen, wenige Monate nach der Uraufführung, schreit die Carmen, Celestine Galli-Marié in der Tarot-Karten Szene auf. Nur mit Mühe kann Sie die Carmen zu Ende singen und fällt hinter der Bühne in Ohnmacht. Galli-Marié, eine passionierte Tarotkarten Leserin, hat, ohne von Bizets Gesundheitszustand zu wissen, das Schicksal Bizets in den Karten gesehen. In derselben Nacht verstirbt Georges Bizet.
2. Es gibt unterschiedliche Auffassungen, wie die Rolle des Toreros gesungen werden soll: eher lyrisch oder heroisch und laut? Hierzu gibt es eine amüsante Anekdote. Bei einer Probe brüllte der Escamillo dermaßen, dass der Dirigent Sir Thomas Beecham sich veranlasst sah, ihm zu sagen: «Wollen Sie sich bitte daran erinnern, mein Herr, dass Sie für die Rolle des Toreros engagiert sind und nicht für den Stier!».
3. In einer Aufführung in Mexico City verspürte der Don José in der Pause des dritten Akts einen unbändigen Durst. Er verließ das Gebäude, um in einer nahegelegenen Bar ein Bier zu trinken, was nicht ungewöhnlich war. Dort wurde der als Soldat verkleidete Tenor von einem unkundigen Polizisten wegen Waffenbesitzes verhaftet. Auf der Polizeistation angekommen, konnte er mit der Arie «Cette fleur que tu m’avais jetée» die Beamten vom Wahrheitsgehalt seiner Geschichte überzeugen.




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