Portrait der Arie E LUCEVAN LE STELLE aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini
- peter
- vor 7 Stunden
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E LUCEVAN LE STELLE ist eine grossartige Arie, die in typischem Puccini Stil geschrieben ist.
Eine Video-Dokus der Oper "Tosca"
Handlung der Arie E LUCEVAN LE STELLE
Der Polizeichef Scarpia verhaftet Cavaradossi und lockt Tosca in sein Haus. Scarpia will Tosca für sich gewinnen. Er lässt Cavaradossi in Toscas Gegenwart foltern, um Angelottis Versteck zu erfahren. Scarpia bietet Tosca an, die Folter zu beenden – im Gegenzug für eine gemeinsame Nacht.
Kommentar
Neben schönen Duetten lässt Puccini den Tenor in dieser Oper zwei berühmte Arien singen: «Recondita armonia» und «E lucevan le stelle».
Cavaradossis Hinrichtung steht an und er denkt mit Melancholie zurück an Tosca. Es ist eine grossartige Arie, die in typischem Puccini Stil geschrieben ist; während Cavaradossi im ersten Teil des Stücks eine monotone Passage singt, wird er von einer expressiven Melodie der Klarinette begleitet.

Anschließend entwickelt sich die Melodie des Tenors und wird zum Höhepunkt geführt.
In dieser Arie müssen die ausführenden Künstler mit konstanten rubati Emotionen transportieren.
Am Anfang der Arie beschreibt Cavaradossi wie die Erinnerungen an Visionen, Gerüche und Gefühle nun wie weit entfernte Sterne funkeln. Puccini gibt dem Sänger die Gelegenheit, diese Gefühle in verschiedene Klangfarben zu tauchen.
Die darauf folgende Passage «O dolci baci, o languide carezze», die an vergangene Liebesnächte anspielt, muss mit Wärme und Zärtlichkeit gesungen werden,

bis mit «Svani sempre» die dunklen, hoffnungslosen Gedanken dominieren und schlussendlich im «muoio disparato» die Verzweiflung aus ihm herausbirst.

Nach der Arie muss der Tenor laut Anweisung Puccinis in Tränen ausbrechen.

Diese Arie muss mit Gefühl gesungen werden. Sie darf aber nie zu laut, um die letzte Möglichkeit für einen großen Applaus zu bekommen und zu übertreiben.
Der Text von E LUCEVAN LE STELLE
E lucevan le stelle,
Ed olezzava la terra
Stridea l’uscio dell’orto
E un passo sfiorava la rena.
Entrava ella fragrante,
Mi cadea fra la braccia.
O dolci baci, o languide carezze,
Mentr’io fremente le belle forme disciogliea dai veli!
Svanì per sempre il sogno mio d’amore.
L’ora è fuggita, e muoio disperato!
E muoio disperato! E non ho amato mai tanto la vita!
Tanto la vita!
Geschrieben für einen «Spinto Tenor»
Die Rolle des Cavaradossi ist für einen Spintotenor (italienisch) respektive einen jugendlichen Heldentenor (deutsch) geschrieben. Die Stimme ist durch die kräftig-männliche charakterisiert und hat einen metallenen Glanz in der Höhe. Sie besticht durch mühelose Durchschlagkraft und Bewegelichkeit. In der Höhe kann der Spinto Tenor das Publikum mit Spitzentönen begeistern.
Berühmte Interpretationen von E LUCEVAN LE STELLE
Enrico Caruso
Wir beginnen mit einer schlicht grossartige Version von Enrico Caruso. Seine wunderschönen Verzierungen (zB auf languide) und gelegentliche vibrati (O dolci baci) bringen grosse Gefühle in den ersten Teil. Das ritardando auf Discogliea ist überwältigend und das muoio disperato ist herzzerreissend. Und als Sahnehäubchen hören wir bei Tanto la vita das berühmte Caruso Schluchzen. Die Orchester-Begleitung ist natürlich nicht orignial sondern nachträglich mit einem modernen Orchesterklang ergänzt worden.
Giuseppe Di Stefano
Eine sehr schöne und sinnliche Interpretation hören Sie von Di Stefano, der beim besonders wichtigen “discogliea” eine wunderschöne Klangfarbe und ritardando entwickelt.
Jussi Björling
Beeindruckend ist die Brillanz der Stimme von Jussi Björling:
Placido Domingo
Eine weitere Version mit der kraftvollen, aber samtig weichen Stimme von Placido Domingo in der wunderbaren Filmaufnahme von Zeffirelli. Hören Sie sich Ende dieser Arie an, wie Domingo all die Verzweiflung in seine Stimme bringt.
Luciano Pavarotti
Ein weiterer berühmter Tenor. Herzzerreissend er das “Svanì per sempre il sogno mio d’amore” singt.
Zur Biografie von Giacomo Puccin (Video Doku)
Arie E LUCEVAN LE STELLE aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini


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