Portrait der Arie VISSI D’ARTE aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini
- peter
- vor 17 Stunden
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Aktualisiert: vor 3 Stunden

Mit dieser Arie markiert Puccini einen Wendepunkt für die Rolle der Tosca in der Oper. Tosca muss sich Scarpia beugen um Cavaradossi zu retten und wendet sich an Gott. Mit der Arie „Vissi d’arte“ verändert sich ihre Persönlichkeit vor den Augen des Publikums. Aus einer oberflächlichen, eifersüchtigen Schauspielerin wird eine Frau, deren Leiden den Zuhörer bewegt.
Eine Video-Dokus der Oper "Tosca"
Handlung von VISSI D’ARTE aus der Oper Tosca
Der Polizeichef Scarpia verhaftet Cavaradossi und lockt Tosca in sein Haus. Scarpia will Tosca für sich gewinnen. Er lässt Cavaradossi in Toscas Gegenwart foltern, um Angelottis Versteck zu erfahren. Scarpia bietet Tosca an, die Folter zu beenden – im Gegenzug für eine gemeinsame Nacht.
Der Text von Vissi d’arte
Vissi d’arte, vissi d’amore,
non feci mai male ad anima viva!
Con man furtiva
quante miserie conobbi aiutai.
Sempre con fè sincera
la mia preghiera
ai santi tabernacoli salì.
Sempre con fè sincera
diedi fiori agl’altar.
Nell’ora del dolore
perché, perché, Signore,
perché me ne rimuneri così?
Diedi gioielli della Madonna al manto, e diedi il canto agli astri, al ciel,
che ne ridean più belli.
Nell’ora del dolor
perché, perché, Signor,
ah, perché me ne rimuneri così?
Geschrieben für einen „dramatischen Sopran“
Die Rolle der Tosca ist für einen dramatischen Sopran geschrieben. Sie muss über eine kräftige, voluminöse Stimme verfügen. Die Anforderungen an die stimmliche Kreativität sind hoch, weshalb diese Rollen in der Regel stimmlich ausgereiften und erfahrenen Sängerinnen anvertraut werden. Die Rolle erfordert von der Sängerin ein hohes Maß an Belastbarkeit und Ausdauer.
Kommentar
Tosca befindet sich in einem emotionalen Ausnahmezustand. Sie musste mit ansehen, wie ihr Geliebter Cavaradossi in der Folterkammer misshandelt wurde, und die unaussprechlichen Drohungen und Erpressungsversuche Scarpias erhören. Diese gewalttätigen Szenen lösen heftige Gefühle aus. Sie reagiert mit Unglauben. Warum bestraft Gott sie, die ein frommes Leben führt?
Zu Beginn der Arie schreibt Puccini die Anweisung „pianissimo, dolcissimo, con grande sentimento“. Die Sängerin muss den Anfang leise, langsam und mit viel Gefühl singen. Nach zwei Zeilen ändert sich die Stimmung in „Sempre con fé“. Der Glaube an Gott verändert die Stimmung, und die Interpretin muss ihren Ausdruck in einen wunderschönen, melodiösen und innigen Gesang verwandeln.
Es folgt ein großes, wunderschönes Crescendo bei „diedi fiori“.
Dann wechselt die Stimmung erneut in eine religiöse Stimmung bis zum Höhepunkt des „perché, perché, Signor“, der im hohen B-Dur endet. Diese Passage muss ausdrucksstark und zugleich erhaben klingen, da sie an Gott gerichtet ist.
Berühmte Interpretationen von „Vissi d’arte“
Maria Callas
Die Tosca war eine der absolut wichtigsten Rollen von Maria Callas, mit der sie sich Starruhm und Unsterblichkeit sicherte.
Leontyne Price
Nun hören Sie die Interpretation von Leontyne Price. Neben Aida, Carmen und Leonora war Tosca die Rolle, in der sie den größten Eindruck hinterließ.
Giannina Arangi-Lombardi
Eine sehr schöne Aufnahme stammt von Giannina Arangi-Lombardi (1890–1951). Ihr Gesang ist zugleich sehr klar und doch sehr warm. Ein großes Vergnügen!
Angela Gheorghiu
Eine vierte Interpretation von Angela Gheorghiu. Vielleicht weniger dramatisch, dafür aber opulenter.
Anna Netrebko
Anna Netrebko gab 2018 ihr Rollendebüt als Tosca. Und zwar direkt an der Met. Die Kritiken fielen durchweg positiv aus. Es gelang ihr, die schwierige Aufgabe zu meistern, der Tosca in jedem der drei Akte drei unterschiedliche Facetten zu verleihen. Hören Sie sich ihre lyrische Interpretation von „Vissi d’arte“ an.
Renata Tebaldi
We hear another beautiful version from Renata Tebaldi. Kesting speaks of “a intensively surging singing and a B flat like a true signal rocket”.
Zur Biografie von Giacomo Puccin (Video Doku)
Puccini - Biografie (Video Doku)
Arie VISSI D’ARTE aus der Oper Tosca von Giacomo Puccini


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