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Rheingold Leitmotive: Die wichtigsten Leitmotive von Richard Wagners Musikdrama aus Der Ring des Nibelungen

  • peter
  • 4. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 5. Juli

Leitmotive von Rheingold
Leitmotive von Rheingold


Wagner erweiterte für den Ring das Orchester. Allerdings ging es ihm nicht um Lautstärke, sondern um eine Differenzierung der Klangfarben, um die Ausdruckskraft und Variation der Motive zu maximieren.


Leitmotive Richard Wagner: Video

 


Rheingold Leitmotive


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Wagner erweiterte für den Ring das Orchester. Allerdings ging es ihm nicht um Lautstärke, sondern um eine Differenzierung der Klangfarben, um die Ausdruckskraft und Variation der Motive zu maximieren.



Genesis Motiv


Das Vorspiel entwickelt sich aus einem tiefen Es- Dur Akkord. Acht Kontrabässe, ein Fagott und später die Hörner beginnen mit einem Urlaut-ähnlichen Motiv, dem sogenannten Genesis Motiv. Es ist die Welt im Urzustand, die Schöpfung aus dem Nichts.




Rhein Motiv


Nach wenigen Minuten verwandelt sich das Motiv in eine wogende Melodie, die das Dahingleiten des Rheins darstellt. Es ist das Rhein-Motiv, das mit seiner Pentatonik und Dur-Harmonie die Welt in seiner natürlichen Ordnung präsentiert:


Rhein Leitmotiv (Rheingold)


Gold Motiv


Als Alberich erkennt, dass er keine der Nixen für sich gewinnen kann, hören wir in den Trompeten zum ersten Mal das Gold-Motiv. Wenn es ertönt, wird es stets begleitet von flirrenden Streichern und/oder Harfen, welche das Glitzern des Goldes beschreiben.




Rheingold Motiv


Die Rheintöchter, die Bewahrerinnen des Goldes besingen den Gold Schatz mit dem jubelnden Rheingold Motiv.


Rheingold Leitmotiv

Entsagungs Motiv


Die Rheintöchter enthüllen Alberich das Geheimnis des Rheingolds: «Nur wer der Minne Macht entsagt, nur wer der Liebe Lust verjagt, nur der erzielt sich den Zauber, zum Reif zu zwingen das Gold». Wagner lässt das sogenannte Entsagungsmotiv in der Moll Tonart erklingen. Es ertönt drohend in den Posaunen und den Wagnertuben, was dem Motiv ein eigentümliches, dunkles Timbre gibt.


Entsagungs Leitmotiv

Ring Motiv


In der Verwandlungsmusik des ersten zum zweiten Aufzugs bringt Wagner den Hörer von den Ufern des Rheins zu den Berggipfeln der Götter. In diesem lautmalerischen Zwischenspiel hören wir ein weiteres wichtiges Motiv, das Motiv des Rings. Es bildet in seiner Entwicklung einen verminderten Septakkord, den Akkord der Zweideutigkeit – der sowohl eine Dur- wie eine Moll Empfindung in sich trägt - denn der Ring als solches ist nichts Schlechtes, sondern nur dann, wenn er in die falschen Hände gerät.


Ring Leitmotiv (Rheingold)


Walhall Motiv


Wir sind im Reich der Götter angekommen. Im Orchester hören wir das stolze Walhall Motiv. Es symbolisiert die prächtige Burg, die von den Riesen Fafner und Fasolt erbaut worden ist. Das Motiv ist musikalisch eng verwandt mit dem Ring-Motiv, ertönt jedoch in Dur und erklingt in denselben Instrumenten:


Walhall Leitmotiv (Rheingold Wagner)


Loge Motiv


Loge ist ein Halbgott. Er bewegt sich zwar bei den Göttern, ist aber nur ein halber. Die Götter lassen ihn spüren, dass er nur geduldet ist, da er ihr williger Erfüllungsgehilfe ist. Dies lässt sich in der Musik ablesen. Sein Motiv ist das pure Gegenteil zum reinen Dur-Motiv des Rheingolds. Loges Motiv ist zutiefst unsanglich, linkisch, chromatisch und unsympathisch:




Wir kommen zu einer der großen Szenen des Rings, der Verwandlungsmusik ins Reich der Nibelungen. Die Szenerie verdunkelt sich und die Musik geht nahtlos in diejenige des Reichs der Nibelungen über. Das Volk der Nibelungen lebt in einfacher Behausung unter der Erde, wo sie in Fronarbeit die Erze des Bodens abbauen. Als Einstimmung in die Welt von Nibelheim ertönt das Nibelheim-Motiv begleitet von den Schlägen der Hämmer auf Ambosse. Um diesen genialen Einfall zu realisieren, schrieb Wagner vor, dass das Orchester mit sechzehn gestimmten Ambossen verschiedener Größe bestückt werden muss:



Erda Motiv


Bei Auftritt von Erda, wechselt die Musik ihren Charakter. Ein mystisches Motiv ertönt, das sogenannte Erda-Motiv. Es ist verwandt mit dem Genesismotiv, das wir im Vorspiel hörten, ertönt aber in gemessenem Tempo und in Moll:



Fluch Motiv


Als Wotan Alberich den Ring gewaltsam entreisst, verflucht der Nibelung der Ring. Von nun an wird er jeden der ihn besitzt ins Verderben bringen. Das erste Opfer wird Fasolt sein. Denn als er ihn von Wotan überreicht erhält, wird er von seinem Bruder Fafner erschlagen, der den Ring für sich alleine will. Nach der Mordtat ertönt das Fluchmotiv drohend in den Bläsern.



Nibelheim Motiv




Donner Motiv


Nebel hängt im Gebirge der Götter. Damit die Sicht auf Wallhall frei wird, erzeugt Donner ein reinigendes Gewitter. Wir hören das auftrumpfende Motiv Donners, welches mit gewaltiger Kraft in den Bläsern ertönt:


Regenbogen Motiv


Stolz präsentiert Wotan den Göttern Walhalla. Sie beschreiten den Regenbogen und gelangen ins Schloss. Dabei hören wir im Orchester das Regenbogen-Motiv. Wagner präsentiert eine farbenfrohe Natur-Erscheinung, die in reinem, arpeggierten G-Dur vom warmen Klang der Hörner, Bassklarinetten und Celli erzeugt wird, darüber hören wir sechs Harfen und Violinen. Wir hören das Motiv im folgenden Ausschnitt zwei Mal.



Schwert Motiv


Der Anblick von Walhall ist der Triumph Wotans, er hat den Göttern ein neues Zuhause geschenkt. Wotans Freude ist jedoch getrübt, denn er hat die Burg mit einem Vertragsbruch erkauft. Noch einmal bekämpft Wotan diese düsteren Widersprüche und wird von einem großen Gedanken ergriffen: das Schwert-Motiv ertönt zum ersten Mal und verweist auf die kommenden Geschehnisse des Rings.





Fluch Motiv




Biografie von Richard Wagner (Doku)





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