Beethovens Frauen - Die wichtigsten Fakten (Unsterbliche Geliebte, Kind, Personen etc.)
- peter
- 2. Juli
- 3 Min. Lesezeit

Über das Thema Beethoven und die Frauen wurden ganze Bücher geschrieben.
Wieso war Beethoven nie verheiratet?
Wer war die unsterbliche Geliebte?
Und stimmt es, dass eine Geliebte ein Kind von ihm aufgezogen hat?
Diesen Fragen gehen wir in dieser Episode nach.
Beethovens Frauen
zur Biografie von Beethoven
Giulietta Guicciardi
Beginnen wir im Jahr 1802, als der 32-jährige Beethoven glaubt, die Richtige gefunden zu haben. Und zwar hatte sich Beethoven in eine Klavierschülerin verliebt. Wie später so oft machte sich Beethoven Hoffnung und schrieb in einem Brief an Wegeler schon über Heirat. Er widmete Giulietta Guicciardi sogar die Mondscheinsonate. Doch die Angebetete sagte nicht zu.

Beethoven war erschüttert. Wegeler meinte in seinen Aufzeichnungen später lakonisch, dass Beethoven sehr häufig verliebt gewesen sei, aber meistens nur auf kurze Dauer.
Der Standesunterschied
Tatsächlich wechselten in den nächsten Jahren Beethovens Schwärmereien häufig. Die Liste der hier aufgeführten jungen Frauen ist denn auch nicht abschließend. Doch aus seiner Korrespondenz ist die wachsende Verzweiflung herauszuspüren, dass er aufgrund des Standesunterschiedes – denn alle seine Schwärmereien stammten aus dem Adel – und aufgrund seiner fortschreitenden Ertaubung möglicherweise den Lebenstraum von Heirat und Familie aufgeben muss.
Therese Malfatti
Immer wieder glaubte Beethoven sich kurz vor dem Ziel. Bei der Beziehung zu seiner 22 Jahre jüngeren Klavierschülerin Therese Malfatti beispielsweise hatte Beethoven sich schon den für die Heirat notwendigen Taufschein besorgen lassen.

Die unsterbliche Geliebte
Den traurigen Höhepunkt dieses jahrzehntelangen Dramas bildete der in seinem Nachlass gefundene Brief an die unsterbliche Geliebte. Beethoven war 42-jährig, als er den berühmten dreiteiligen Brief in einem böhmischen Kurort verfasste.

Um dieses bedeutsame Schriftstück ranken sich zwei unbeantwortete Fragen. Die erste Frage lautet, wieso das Schriftstück in Beethovens Nachlass gefunden wurde. Hat er ihn gar nicht abgeschickt oder wurde er ihm zurückgegeben?
Die zweite Frage rankt sich darum, wer die Adressatin war. Beethoven hat in diesen Jahren von vielen Frauen geschwärmt, und die Forschung liest sich dazu wie ein Krimi. In die engere Auswahl sind beim heutigen Wissensstand zwei Frauen gekommen.
Die unsterbliche Geliebte - Antonia Brentano oder Josephine von Deym, geborene Brunsvik?
Die eine Kandidatin ist Antonia Brentano, die sich zu der Zeit, als Beethoven den Brief abfasste, ebenfalls in Böhmen aufgehalten hatte.

Die Geschichte der zweiten Kandidatin hat einiges an Sprengkraft. Die gebürtige Ungarin Josephine von Deym, geborene Brunsvik, war die vielleicht bedeutsamste, lang anhaltende weibliche Konstante in seinem Erwachsenenleben.

Der Verlauf der Beziehung war wie oft: Zuerst machte er seiner Klavierschülerin Avancen, und sie heiratete einen anderen und gebar Kinder. Ihr Mann starb aber früh, und Beethoven sah erneut seine Chance. Er war ihr Klavierlehrer geblieben und hatte so einen engen Kontakt gehalten.
Doch trotz vermutlich starker Gefühle kam für Josephine die Beziehung mit dem Komponisten nicht infrage, da sie dann ihren Adelsstand verloren hätte und, noch schlimmer, auch das Sorgerecht für ihre Kinder.
Die Beziehung blieb bestehen, und man vermutet, dass es sich über längere Zeit um mehr als nur Freundschaft gehandelt hat.
Die pikante Note: hatte Beethoven gar ein Kind?
Interessanterweise hatte Josephine in zwei Fällen uneheliche Kinder, beide Male von Privatlehrern, die im Hause Brunsvik unterrichteten. Da Beethoven sie unterrichtete, ist nicht auszuschließen, dass Josephine ein Kind von Beethoven hatte.
Denn eine Kandidatin gibt es: 1813, ziemlich genau neun Monate nach der Verfassung des Briefes an die unsterbliche Geliebte, brachte Josephine Theresia Cornelia zur Welt, von Josephine nur Minona genannt.
Minona heißt rückwärts „Anonim“ beziehungsweise „anonym“, und ein Bild aus Theresia Cornelias späten Jahren zeigt eine auffällige Ähnlichkeit zu einem gewissen Ludwig van Beethoven. Bewiesen ist es aber nicht.

Beethovens Frauen




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