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Götterdämmerung von Richard Wagner - ein Opernführer: Handlung, Musik, Wissenswertes

  • peter
  • 6. Juli
  • 18 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Aug.

Götterdämmerung von Richard Wagner, Opernführer & Handlung
Siegfried von Richard Wagner, Opernführer & Handlung

Wagner erhebt mit der Schlussabend der «Ring»-Tetralogie die Masslosigkeit zum Kunstprinzip und beschliesst den Ringzyklus mit grandiosen Bildern und einem gigantischen Finale.



Die Handlung von "Götterdämmerung" als Video



Die Handlung der Götterdämmerung

 

Zu seinen weiteren Opern des Rings:



Zu seinen weiteren Opern:




Götterdämmerung von Richard Wagner


Schnellzugriff


Zu der Handlung (Text, Video)



KOMPONIST: zur Biografie von Richard Wagner




URAUFFÜHRUNG: Bayreuth, 1876


LIBRETTO: Richard Wagner, basierend auf verschiedensten Urquellen. Hauptsächlich zu nennen sind: Die griechische Mythologie, die nordische Edda Saga und Völsung Saga und das deutsche Nibelungenlied.


DIE HAUPT PERSONEN: Siegfried, Sohn des Siegmunds und der Sieglinde (Tenor) - Brünnhilde, Walküre und Tochter des Wotan (Sopran) - Waltraute, Walküre und Schwester der Brünnhilde (Alt) - Gunther, König der Gibichungen (Bariton) - Gutrune, Schwester des Gunther (Sopran) - Alberich, Nibelunge (Bariton) - Hagen, Gibichung und Sohn des Alberich (Bass) Wellgunde, Flosshilde und Woglinde, Nixen und Rheintöchter, Hüterinnen des Rheingoldes (Mezzo, Alt, Sopran) - Nornen, Schicksalsfrauen (Mezzo, Alt, Sopran)


AUFNAHME EMPFEHLUNG: DECCA mit Wolfgang Windgassen, Birgit Nilsson, Gottlob Frick, Christa Ludwig und Dietrich Fischer-Dieskau unter der Leitung von Georg Solti und den Wiener Philharmonikern.




Handlung


a) Kurzhandlung


Siegfried wird durch einen Zaubertrank dazu gebracht, seine Liebe zu Brünnhilde zu vergessen und in Gunthers Gestalt für diesen um sie zu werben, was Brünnhilde tief kränkt und sie zur Rache anstiften lässt.


Auf Hagens Betreiben wird Siegfried auf der Jagd hinterrücks erstochen, woraufhin Hagen auch Gunther im Streit um den Ring tötet. Brünnhilde durchschaut den Betrug, lässt sich mit Siegfried auf einem Scheiterhaufen verbrennen und gibt den Ring den Rheintöchtern zurück, während Walhall in Flammen aufgeht und die Götter untergehen.



b) Detail-Handlung


VORGESCHICHTE




1. AUFZUG:


Drei Nornen befinden sich auf dem Walkürefelsen. Die Norne der Vergangenheit nimmt das Seil des Schicksals in die Hand. Es hing einst an der Weltesche, und sie erzählt, wie Wotan daraus einen Speer schnitt, auf dem er seine Herrschaft gründete. Die Esche starb darauf ab. (Vorspiel … Welches Licht leuchtet dort) Die zweite Norne erzählt, wie Wotan die Scheite der Esche um Walhalla schichtete.


Die Dritte prophezeit, dass der Feuergott Loge die Scheite anzünden und das Reich vernichten werde. Als sie das Seil um den Felsen wickeln, reißt es. Die Nornen steigen wieder zu ihrer Mutter Erda hinab.

Es wird Tag. Brünnhilde und Siegfried treten aus der Höhle, in der sie ihre Liebesnacht verbracht haben. Brünnhilde verabschiedet sich von Siegfried, der zu neuen Taten aufbrechen will (Zu neuen Taten). Brünnhilde will auf seine Rückkehr warten und sie tauschen symbolisch Pfande aus. Brünhilde schenkt ihm ihr Pferd Grane, und Siegfried gibt ihr den Ring, dessen Bedeutung er nicht kennt. (O heil’ge Götter) Die beiden schwören sich ewige Treue und Siegfried besteigt ein Floss, das ihn den Rhein hinabtragen wird (Orchesterzwischenspiel zum ersten Aufzug).

Am Ufer des Rheins. Gunther, der König der Gibichungen, sitzt in seinem Schloss. Bei ihm sind seine Schwester Gutrune und ihr gemeinsamer Halbbruder Hagen, der Sohn Alberichs.


Er hat von seinem Vater den Hass auf die Götter und die Gier nach dem Ring geerbt. Um an den Ring zu kommen, rät er dem König listig, sich mit Brünnhilde zu vermählen, um das angeschlagene Ansehen seiner Regentschaft zu verbessern. (Wen rätst du nun zu frein) Doch dazu brauche man Siegfried, der als einziger stark genug sei, das Feuer zu ihrer Schlafstätte zu durchbrechen. Um ihn zu gewinnen, soll Gutrune Siegfried zum Mann nehmen. Er erzählt ihr von Siegfrieds Herkunft und seinem Reichtum als Besitzer des Rings.


Als Gutrune zweifelt, ob sie Siegfried gewinne könne, erinnert Hagen sie an den Trank des Vergessens. Sobald er auf sie treffe, solle sie ihm den Trank reichen, und er werde Brünnhilde vergessen. (Nun hör, Hagen, sage mir, Held). Als Siegfried mit seinem Floss am Schloss vorbeizieht, ruft Hagen ihm zu und lädt ihn ein, zu Ihnen zu stoßen. Gunther heißt ihn willkommen.


Stolz zeigt Siegfried Gunther den Tarnhelm und das Schwert. Er erzählt, dass er dem Drachen den Ring entreißen konnte, und Brünnhilde ihn jetzt besäße. Gutrune tritt mit einem Trinkhorn zu ihnen. Siegfried trinkt den Trank des Vergessens. Die Wirkung stellt sich rasch ein, und Siegfried will Gutrune zum Weib nehmen. (Willkommen Gast … Vergäss ich alles, was Du mir gabst) Siegfried fragt Gunther, ob er verheiratet sei. Dieser antwortet, dass noch keine Frau bis jetzt zu ihm passte.


Doch es gäbe eine Frau, die er begehre. Sie lebe auf einem Felsen, von hohem Feuer geschützt. Der Weg zu ihr sei ihm verwehrt, das Feuer würde ihn sogleich umbringen. Siegfried bietet an, ihm zu helfen. Mit dem Tarnhelm könnte er Gunthers Gestalt annehmen und Brünhilde für ihn gewinnen. Gunther akzeptiert freudig und die beiden trinken euphorisch Blutsbrüderschaft. (Blühenden Lebens labendes Blut) Hagen ist zufrieden. Sein Plan, für seinen verstorbenen Vater Alberich den Ring zurückzuerobern, scheint zu glücken (Hier sitz ich zur Wacht).


Derweil sitzt Brünnhilde Einsam auf dem Walkürenfelsen und betrachtet in zärtlicher Erinnerung Siegfrieds Ring. (Plötzlich vernimmt sie einen Donner. Erfreut begrüßt sie Waltraute, ihre Walküren Schwester. (Zwischenspiel ... Altgewohntes Geräusch)


Brünnhilde freut sich über Waltrautes Besuch trotz Wotans Bann. Mit dunkler Stimme erzählt Waltraute von der düsteren Stimmung, die in Walhalla herrsche. Verbittert sei Wotan von seiner langen Wanderung zurückgekommen.


Sein Speer lag in Trümmern und er verkündete, dass das Ende der Götter nah sei. Die einzige Rettung sei, wenn der Ring den Rheintöchtern wiedergegeben würde. (Höret mit Sinn) Doch Brünnhilde ist nicht bereit, Siegfrieds Liebespfand aufzugeben, selbst wenn dies das Schicksal der Götter besiegeln würde. Verzweifelt bittet ihre Schwester sie, den Ring aufzugeben.


Doch ihr Entschluss steht fest, und sie schickt Waltraute fort. Plötzlich verfärbt sich der Himmel rot und sie glaubt Siegfrieds Hornruf zu hören. Brünnhilde eilt ihm entgegen, doch sie weicht voll Entsetzen zurück, als sie einen Fremden erblickt. Im Namen der Gibichungen verlangt Siegfried in Gunters Gestalt das Recht, sie als Frau zu nehmen. Verzweifelt versucht Brünnhilde ihn abzuwehren, doch er reißt ihr brutal den Ring vom Finger und zwingt die schreckensbleiche Brünnhilde in die Höhle zum Vollzug der Ehe.



2. AUFZUG:


Am Ufer des Rheins. Im Mondschein schläft Hagen vor der Halle der Gibichungen. Alberich erscheint vor den Augen des schlafenden Hagen. Er ermahnt ihn den Ring zurückzugewinnen. Hagen schwört es und Alberich verlässt ihn. (Vorspiel ... Schläfst du, Hagen, mein Sohn)


Frühmorgens taucht Siegfried auf und vermeldet, dass er als Gunther verkleidet bei Brünnhilde auftauchte und im Nebel des Morgengrauens unbemerkt mit Gunther tauschen konnte. Er versichert Gutrune, dass er Brünnhilde nicht berührt habe und kündigt die baldige Ankunft von Gunther und Brünnhilde an. Jubelnd willigt Gutrune in die baldige Hochzeit ein.


Hagen ruft das Volk der Gibichungen zusammen, um dem König und seiner Braut einen würdigen Empfang zu bieten und die kommende Doppelhochzeit zu feiern (Hoiho! Hoiho!). Gunther wird vom Volk prächtig empfangen. Brünnhilde folgt ihm bleich vor Erniedrigung und mit gesenktem Blick. Stolz präsentiert Günther seine Braut, die Tochter der Götter. Siegfried erscheint mit dem Ring am Finger und Gutrune am Arm. Fassungslos erblickt Brünnhilde Siegfried.


Als sie ihn mit bebender Stimme anspricht, realisiert sie, dass Siegfried sie nicht mehr kennt. Als sie den Ring an Siegfrieds Hand bemerkt, den ihr angeblich Gunter entriss, erkennt sie mit Schaudern das falsche Spiel und bezichtigt Siegfried des Raubes. Siegfried behauptet, ihn dem Drachen entrissen zu haben (Einen Ring sah ich an Deiner Hand). Angestachelt von Hagen, bezichtigt nun Brünnhilde Siegfried des Betrugs.


Sie erzählt mit Siegfried die Ehe vollzogen zu haben, und erklärt Gunther so zum betrogenen Ehemann. Um diesen zu schützen, behauptet Siegfried, sie niemals berührt zu haben. Brünnhilde ihrerseits wiederholt, mit Siegfried die Ehe vollzogen zu haben. Alle Augen richten sich nun auf Siegfried (Heil’ge Götter, himmlischer Lenker). Um seinen Blutsbruder zu schützen, schwört Siegfried bei Hagens Speerspitze einen Meineid und wiederholt, sie niemals berührt zu haben.


Der Aufruhr ist groß als Brünnhilde ihrerseits den Eid schwört, die Wahrheit gesagt zu haben. Nur mit Mühe gelingt es Siegfried, Gunther und die Gäste zu beruhigen. Er ruft sie auf, ihn zum Fest zu begleiten. Brünnhilde, Hagen und der tief beschämte Gunther bleiben zurück. Brünnhilde, die Walküre, fühlt sich machtlos, den Mächten ausgeliefert.


Hagen bietet an, sie zu rächen und will von ihr wissen, wie er Siegfried bezwingen kann. Brünnhilde verrät ihm, dass Siegfried im Kampf unbezwingbar sei, einzig an einer Stelle am Rücken sei er verwundbar. Hagen wendet sich an Gunter, der in tiefer Schmach wie gelähmt ist, und schlägt ihm den Mord an Siegfried vor.


Gunther zögert, das Blut seines Blutsbruders fließen zu lassen. Als er von Brünnhilde verhöhnt wird und Hagen ihm den Ring in Aussicht stellt, stimmt Gunther zu und sie beschließen den Tod Siegfrieds als Jagdunfall zu tarnen. In diesem Moment tritt der Brautzug an Ihnen vorbei. Gunther und Brünnhilde schließen sich an und vollziehen die Heirat (So soll es sein).



3. AUFZUG:


In einem bewaldeten Tal, am vorbeiziehenden Rhein (Vorspiel). Die Rheintöchter schwimmen im Fluss und beklagen den Verlust des Goldes. Sehnlich erwarten sie einen Helden, der ihnen das Gold zurückbringt. Sie hören Siegfrieds Horn (Frau Sonne sendet lichte Strahlen).


Als dieser am Rhein auftaucht klagt er, dass er noch keine Beute erjagen konnte. Die Nixen erblicken den Ring an seiner Hand und bieten ihm an, ihm bei der Jagd zu helfen und fordern als Gegenleistung den Ring. Siegfried lehnt zuerst ab, stimmt aber zu, als die Nixen ihn als Geizkragen necken. Sie warnen ihn vor der Macht und dem Fluch des Rings.


Nur wenn er den Ring ihnen übergäbe, ließe sich sein böses Schicksal abwenden. Nun erkennt Siegfried den Wert des Rings und ihn packt die Gier nach Macht. Er wähnt sich unbesiegbar und streift den Ring wieder auf seinen Finger. Sie prophezeien, dass er heute noch getötet werde. (Siegfried! Schlimmes wissen wir dir) Doch Siegfried will sich nicht von den Nixen einschüchtern lassen und verlässt den Ort. Die Nixen machen sich auf den Weg zu Brünnhilde. (Kommt, Schwestern! Schwindet dem Toren!)


Siegfried trifft wieder auf die Jagdgesellschaft. Sie machen Pause. Hagen gibt Siegfried Wein. Dieser tritt mit dem Becher zu Gunther und versucht ihn aufzumuntern. Hagen mischt ein Pulver in den Wein, dass die Vergangenheit in Siegfried wieder lebendig macht. Er schenkt nach und bittet Siegfried von sich zu erzählen. Siegfried erzählt seine Geschichte.


Mit noch mehr Wein lockert Hagen seine Zunge. Nun erinnert sich Siegfried an Brünnhilde und erzählt ekstatisch, wie er sie zur Frau nahm. Damit hat er den Treuebruch zugegeben. Hagen zeigt auf Wotans zwei Schwarze Raben, die erschienen sind. Siegfried dreht sich um und blickt ihnen nach, worauf Hagen nach dem Speer greift. Gunther, der nun Hagens Spiel durchschaut hat, versucht ihn vergeblich zu stoppen und Hagen ersticht Siegfried von hinten mit dem Speer. (Mime hiess ein mürrischer Zwerg)


Sterbend nimmt Siegfried Abschied von Brünnhilde (Brünhilde, heilige Braut). Mit feierlichem Geleit wird Siegfrieds Leichnam zu den Hallen Gibichungs getragen. (Trauermusik beim Tode Siegfrieds) Im Schloss erwartet Gutrune von böser Ahnung gepeinigt die Ankunft Siegfrieds. Höhnisch präsentiert Hagen ihren toten Mann. Als Gutrune den erschlagenen Siegfried erblickt, klagt sie Gunther an.


Dieser bezichtigt seinerseits Hagen des Mords, worauf Hagen als Lohn den Ring fordert. Als Gunther diese Bitte verweigert, ersticht Hagen ihn mit dem Speer. Er will dem toten Siegfried den Ring entreißen, doch zum Entsetzen aller hebt sich Siegfrieds Hand drohend empor. Brünnhilde nimmt den Ring an sich. Sie hat von den Rheintöchtern alles erfahren und weist die Gibichungen an, einen Scheiterhaufen zu errichten. Verklärt versinkt sie in den Anblick des toten Siegfrieds.


Sie streift den Ring von der Hand und gibt ihn den Rheintöchtern zurück. Die Raben Wotans tauchen auf. Brünhilde schickt sie nach Walhalla, um dort die Götterdämmerung zu verkünden. Brünhilde zündet die Scheite unter dem aufgebahrten Siegfried an und reitet mit ihrem Pferd Grane ins Feuer, um sich im Tod mit Siegfried zu vereinen. (Starke Scheite schichtet mir dort … Mein Erbe nun nehm ich zu eigen)


Das Feuer erfasst das Schloss und der Rhein tritt über das Ufer. Hagen springt in den Fluss, um den Rheintöchtern den Ring zu entreißen, doch die Nixen ziehen ihn in die Tiefe. Flosshilde hält jubelnd den Ring in die Höhe. In der Ferne sieht man das brennende Walhalla, das vom Feuer Loges entzündet worden ist. Mit dem Weltenbrand ist das Ende der Götterwelt gekommen. (Zurück vom Ring)



Kommentar


Interpretation und Geschichte des Rings:


Im Eingangskapitel zum Ring finden Sie die verschiedenen Ansätze zur Interpretation des Werkes vor. Außerdem finden Sie dort weitere interessante Informationen über Geschichte, Interpretationen, Theorie der Leitmotive usw.



Der Abschluss einer langen Reise:


1848, Im Alter von 35 Jahren begann Wagner mit der Arbeit am «Ring der Nibelungen». Wie einen Krimi begann er die Dichtung vom Schluss her. Er wollte den Abschluss des Zyklus zuerst schlicht «Siegfrieds Tod» nennen, wandelte ihn dann später zum Titel «Götterdämmerung». Als Richard Wagner am 21. November 1874 die letzten Takte der Götterdämmerung komponiert hatte, notierte er auf die letzte Partiturseite: «Ich sage nichts weiter».



Das grosse Finale:


Wagners Anspruch an sich selbst war ein Finale der Superlative zu komponieren, um mit der «Götterdämmerung» einen Höhepunkt zu erzeugen und den «Ring»-Zyklus zu krönen. Als er mit den Kompositionsskizzen 1870 begann, schrieb er in einem Brief, dass alles was er schreiben werde unübertrefflich sein werde. Der dramatischen Steigerung des Texts sollte der exzessive musikalische Klimax folgen.



Vorbereitungen für die Festspiele:


Als Wagner 1872 die Kompositionsskizzen der «Götterdämmerung» beendet hatte, stand der Umzug in die frisch erbaute Villa Wahnfried in Bayreuth an. Was er schmerzlich vermisste, war die Möglichkeit, die Entwürfe im Konzertsaal zu prüfen, die nochmalige Steigerung der Effekte liess ihn im Ungewissen, ob das geschriebene auch den gewollten Effekt produzierte.


Darüberhinaus fand er zu seinem Leidwesen zu wenig Zeit fürs Komponieren. Das Eintreiben des Kapitals zur Finanzierung des Festspielhauses ging schleppend voran und Wagner musste viele Reisen mit Vorträgen und Dirigaten bestreiten, was seine Gesundheit angriff, besonders sein Herz wurde arg in Mitleidenschaft gezogen.


Glücklicherweise hatte er eine Schar von jungen Künstlern um sich, die ihm bei verschiedensten Arbeiten zur Hand gingen, diese Gruppe bekam den Übernamen «Nibelungenkanzlei». Bei seinen Dirigaten 1875 hatte er die Möglichkeit einige Stellen auszuprobieren und es stellte sich eine neue Schwierigkeit heraus. Es schien unmöglich zu sein einen Sänger für die Doppelrolle des Siegfried zu finden, der in der Lage war die Rolle an aufeinanderfolgenden Abenden zu singen.


Ein ungarischer Tenor schien der vielversprechendste Kandidat zu sein, doch zu Wagners Entsetzen ruinierte Hans Richter mit den Korrepetitionen dessen Stimme. Schlussendlich sang Georg Unger die Doppelrolle, konnte die Erwartungen aber bei weitem nicht erfüllen.



Die schönsten Stellen


Vorspiel … Welches Licht leuchtet dort:


Mit schweren Akkorden in den Bläsern beginnt das Vorspiel. Es ist das Schicksalsmotiv, das wir aus der Walküre kennen.


Begleitet von vielen Leitmotiven, die wir aus den vergangenen Ereignissen kennen, berichten die Nornen vom Schicksal der Götter.



Zu neuen Taten:


Das Orchesterzwischenspiel schildert den Anbruch des Tages. Das Erlösungsmotiv wird zärtlich zitiert.


Die Verabschiedungs-Szene von Siegfried und Brünnhilde gehört zu den Höhepunkten des Rings. Sie beginnt mit einem neuen, zarten Motiv Brünnhildes, welches sie nicht mehr als Walküre zeigt, sondern als Frau.


Brünnhilde weckt Siegfried auf, und dessen Heldenmotiv ertönt jubelnd in den Blechbläsern: Siegfrieds Heldenmotiv





O heil’ge Götter:


Mit einer Reprise beschleunigt Wagner nochmals das Tempo der Duett-Musik und er komponierte eine ekstatische Verabschiedung der beiden Liebenden.



Orchesterzwischenspiel zum ersten Aufzug (Siegfrieds Rheinfahrt):


Das Zwischenspiel hat beinahe sinfonische Dimensionen und bekam den Übernamen «Siegfrieds Rheinfahrt». Sie schildert Siegfrieds Fahrt und glücklich bestandene Kämpfe. Es ist zweiteilig aufgebaut und zitiert im ersten Teil «Feuer-Themen» Loges und im zweiten Teil «Wasser» Themen und verarbeitet Motive des Rheins und der Rheintöchter.


Orchesterzwischenspiel zum ersten Aufzug (Siegfrieds Rheinfahrt):


Nun hör, Hagen, sage mir, Held:


Wir sind im Reich der Gibichungen. Sie repräsentieren die normalsterblichen Menschen, die mit Ausnahme von Hunding im «Ring» bisher nicht in Erscheinung getreten sind. Ihre obersten Repräsentanten, Gutrune und Gunther, werden in der «Götterdämmerung» zu tragischen Figuren - zu den betrogenen Betrügern. Letztendlich sind sie mittelmäßige Geschöpfe, beinahe Anti-Helden, mit denen man kein Mitleid empfindet. Wagner schrieb für sie das stolze, aber etwas einfache «Motiv der Gibichungen», welches wir in dieser Szene hören: Gibichungen Leitmotiv



Wen rätst du nun zu frein:


War Alberich bisher der Gegenspieler des Wotans, spielt in der Götterdämmerung Hagen den Gegenpart zu Siegfried. Dass Hagen eine negative Kraft ist, lässt uns Wagner musikalisch immer wieder wissen. Dabei spielt der Tritonus (eine übermässige Quarte, die das Düstere und das Unheimliche symbolisiert) eine wichtige Rolle und wird zu seinem Motiv.


In «Siegfried» hatte der Drache Fafner diesen Makel erhalten. Im folgenden Beispiel hören wir den Tritonus in einer prominenten Stelle (nach ca. einer Minute). Hagen erzählt Gunther von Brünnhilde und der frägt ihn: «Vermag das mein Mut zu bestehn?» Hier bricht die Musik bedeutungsvoll ab und der Tritonus ertönt, bevor Hagen zum ersten Mal Siegfrieds Namen erwähnt.



Willkommen Gast … vergäss ich alles, was Du mir gabst:


Wir hören gleich zu Beginn Gutrunes Motiv. Gleich wie das Freundschaftsmotiv ihres Bruders, beginnt es mit einem Quintsprung nach unten: Gutrunes Motiv


Mit dem trinken von Hagens Gebräu wird Siegfried zum unfreiwilligen Verräter der Liebe zu Brünnhilde. Es ist die Tragödie des «reinen» Menschen, der an einer durch Macht korrumpierten Welt scheitert.



Blühenden Lebens labendes Blut:


Mehrmals ertönt das Speermotiv, drohend ertönt dazu der Tritonus, das Motiv Hagens, der mit diesem Schachzug seinem Ziel den Ring zu ergattern und die Herrschaft zu erringen einen Schritt näherkommt. A


ls die beiden Blutsbrüderschaft trinken («Treue trink’ ich dem Freund... ») tönen die Stimmen von Gunther und Siegfried wie aus dem Freundschafts-Duett aus «Don Carlos», doch das Orchester jubelt nicht, drohende Bläserklänge begleiten den Schwur. Als die beiden Blutsbrüderschaft trinken, ladet Gunther Hagen ein, am Eide teilzunehmen. Hagen, der Aussenseiter, will nicht mittrinken, lakonisch meint er «mein Blut verdürb euch den Trank».



Hier sitz ich zur Wacht:


War Alberich bisher der Gegenspieler Wotans, spielt in der Götterdämmerung Hagen den Gegenpart zu Siegfried. In dieser Szene (der sogenannten «Wache» legt Hagen dem Hörer zum ersten Mal seinen finsteren Plan offen. Gleich zu Beginn der Szene hören wir den Tritonus im Blech, was eine gespenstische Wirkung erzeugt.


Nach circa 2 ½ Minuten bei der Stelle «mir aber bringt er den Ring» hören wir bei «Ring» ein strahlendes Dur, der mit dem Tritonus der Blechbläser aufeinanderprallt. Es ist das reine Dur des Goldes mit dem Tritonus der Finsterkeit: die korrumpierte Macht.



Zwischenspiel ... Altgewohntes Geräusch:


Wagner komponierte wieder eine meisterhafte Verwandlungsmusik, welche auf grossartige Weise von Hagens «Wache» zu Brünnhildes Motiv führt und mit dem Walküremotiv der ankommenden Waltraute endet.



Höre mit Sinn, was ich Dir sage:


Als Waltraute erzählt, dass Wotan das Holz der Weltesche in Scheiten um Walhalla aufstellen liess, ertönt wiederholt das Göttermacht-Motiv. Es ist dem Speermotiv entgegengesetzt (eine Abwärts- statt Aufwärtsbewegung) und prophezeit den Göttern den Verlust der Macht: Macht der Götter Motiv



Vorspiel ... Schläfst du, Hagen, mein Sohn:


Eine fahle und unruhige Musik versetzt uns im Vorspiel in die Welt Alberichs. Er schlägt Hagen vor Siegfried zu vernichten («Den goldnen Ring, den Reif gilt’s zu erringen!») Dabei ertönt das Mord-Motiv-



Hoiho! Hoihoo!:


Diese Szene ist von gespenstischer Rohheit. Schon der Ruf Hagens «Hoihoo», der zur Hochzeit ruft, steht nicht in Dur, sondern seine Stimme bildet mit den Bässen einen Tritonus. So erzeugen die Hornklänge Hagens, seine Rufe und der einsetzende Männerchor eine fast brutale Stimmung, die sich über einen Zeitraum von beinahe 10 Minuten aufpeitscht.


Wir hören nach circa 90 Sekunden eine Stelle, bei der sich in der Partitur zehn verschiedene Tonhöhen zählen lässt, mit anderen Worten: eine vollständig atonale Stelle! Dazu kommen die aufgewühlten Tremoli in den Bässen. Mit größtem Pathos ruft der Chor «Heil Dir und Deiner Braut!», der ersten Chorszene des gesamten Rings!




Wagner hatte für diese Szene echte Stierhörner vorgesehen, die einen raueren Klang erzeugen als die üblicherweise verwendeten Posaunen und Waldhörner. Im folgenden Ausschnitt sehen Sie einen interessanten Teil eines Dokumentarfilms über die Aufnahmen zu dieser Szene mit Georg Solti, Gottlob Frick als Hagen und den Stierhörnern.





Heil dir, Gunther:


Diese Stelle ist ein glänzendes kurzes Chorstück mit bösem Hintergrund.

Einen Ring sah ich an Deiner Hand: Hagen orchestriert den Dialog zwischen Siegfried und Brünnhilde geschickt. Er spricht Brünnhilde offen an: «Brünnhild’ kühne Frau, kennst du genau den Ring?»


Diese Szene ist unheimlich dramatisch komponiert, Hagens Text ist fast gänzlich auf derselben Tonhöhe geschrieben und lediglich von den Streichern begleitet, die das Hämmern der Nibelungen imitieren und in der Tonhöhe über zehn Takte dreimal gesteigert wird.



Heil’ge Götter, himmlischer Lenker:


Der dramatischste Abschnitt der Auseinandersetzung von Siegfried und Brünnhilde.

So solle es sein: Zum Schluss dieses Aufzugs kreierte Wagner ein echtes (und mitreissendes) Rache-Terzett wie wir es aus der italienischen Oper kennen. («So soll es sein»). Das kommende Unheil ist in diesem Terzett enthalten, denn jeder der Mitwirkenden hat unterschiedliche Absichten, was Wagner mit einer dissonanzenreichen Musik aufzeigt.



Vorspiel zum dritten Aufzug:


Über zwölf Stunden Musik sind seit dem unbeschwerten Vorspiel zum «Rheingold» vergangen. Zum ersten Mal hören wir wieder unbeschwerte Musik von Jagdhörnern und dem dahinfliessenden Rhein. Zuerst intonieren die Hörner das Motiv Siegfrieds und gehen über in ein wogendes Motiv des Rheins. Das Vorspiel endet mit dem verspielten Gesang der Oboen und Klarinetten, die in die Welt der Rheintöchter einleiten.3



Frau Sonne sendet lichte Strahlen:


Die Stimmung des Vorspiels setzt sich fort. Wagner kontrastiert die fröhliche Stimmung des Rheins mit den traurigen Gesängen der Rheinnixen, was einen faszinierenden Effekt auf den Zuhörer auslöst.



Siegfried! Schlimmes wissen wir dir:


In der Rheinszene erkennen wir, wie stark Siegfried bereits «degeneriert» hat. Ihm, dem Naturmenschen, ist es nicht mehr gelungen, eine Beute zu erlegen. Wagner zeigt so auf, dass Siegfried die Nähe zum Ursprung verloren hat und so dem Untergang geweiht ist.



Kommt, Schwestern! Schwindet dem Toren!:


Die Szene endet mit einer wunderschönen Verwandlungsmusik. Als Siegfried sich weigert den Ring zurückzugeben, wenden sich die Rheintöchter wieder den Wasserspielen zu. Wunderschöne chromatische Arabesken im Orchester und die Stimmen der drei Rheintöchter erzeugen noch einmal eine traum-ähnliche, unbeschwerte Stimmung, die von den freundlichen, selbstverliebten Worten Siegfrieds zum Quartett ergänzt werden.



Mime hiess ein mürrischer Zwerg:


Siegfried erzählt seine Geschichte. Noch einmal hören wir seine Erlebnisse und viele Leitmotive tauchen im Orchester auf. Die Musik wird immer drängender. Als er ekstatisch von seiner Liebesnacht mit Brünnhilde erzählt ertönen schwere Posaunen und schwirrende Streicher, die die Raben beschreiben, die wegfliegen. Kurz danach, bevor Hagen zustösst, hören wir noch einmal das Fluch Motiv.



Brünnhilde, heilige Braut:


Ein letztes Mal hören wir in Siegfrieds Schwanengesang den Liebeszauber von Siegfried und Brünnhilde. Das Motiv von Brünnhildes Erwachen ertönt in den Bläsern. Symbolisch zeigt uns Wagner, dass das Erwachen des Lebens mit dem Sterben zusammenfällt, die utopische Anarchie der Liebe in Freiheit muss der machthungrigen Welt der Verträge weichen. Brünnhildes Erwachens Motiv:



Trauermusik beim Tode Siegfrieds:


Siegfrieds Trauermarsch ist eine weitere grossartige sinfonische Dichtung des Rings. Siegfrieds Leben zieht musikalisch noch einmal vorüber. Als Vorbild dieses Stücks diente wohl Beethovens Trauermarsch aus seiner 3. Sinfonie. Wie das Vorbild ist Siegfrieds Trauermarsche drei-teilig (Moll-Dur-Moll). Der Höhepunkt ist im 3. Teil zu hören, wo wir als Höhepunkt ein triumphales Motiv Siegfrieds hören. Erinnern Sie sich an sein Hornmotiv ? Es ist praktisch dasselbe, einfach in 4-facher Verlangsamung:

Siegfrieds Heldenmotiv




Starke Scheite schichtet mir dort ... Mein Erbe nun nehm ich zu eigen:


Und nun beginnt die Aufopferung der Brünnhilde. Es ist ein grosser, 20-minütiger Auftritt, der zur Vereinigung mit Siegfried im Tod führt - und zum Weltenbrand wird.

Zurück vom Ring: Noch einmal zitiert Wagner viele der Leitmotive des Rings. Als die Raben fortfliegen, hören wir das tragische Götterdämmerungsmotiv.


Wagner quälte sich während langen Jahren ab, wie sein grosses Werk enden solle. Er hat mehrere, fertig getextete Varianten gedichtet. Die grosse zeitliche Spanne des Werks führte zu unterschiedlichen biografischen Situationen, die immer wieder neue Deutungen forderten.


Der Anarchisten-Anhänger von 1848 war nicht derselbe wie der Günstling des Königs von 1868! Lange hing Wagner Schopenhauers pessimistischem Weltbild nach, schlussendlich hat sich die optimistische Version durchgesetzt. Mit einem strahlenden Akkord wird das Werk enden.


Brünnhildes Feuer der Liebe führte mit dem Werfen des brennenden Scheites buchstäblich zum Weltenbrand, dem das korrumpierte System zum Opfer fällt. Und noch einmal hören wir das Motiv der Rheintöchter, als Flosshilde den Ring in den Händen trägt, womit das Gold dort zurückgekommen ist, wo er zu Beginn war. Mit dem Feuer des verbrennenden Walhalla und dem verklärenden Aufsteigen der Musik, dem Liebes- / Erlösungsmotiv der Brünnhilde (welches wir von Sieglinde in der Walküre gehört haben) das vom Anfang einer neuen Welt kündet, endet diese Oper.


Starke Scheite schichtet mir dort ... Mein Erbe nun nehm ich zu eigen:

Flieget heim ihr Raben … Grane mein Ross sei mir gegrüsst



Flieget heim ihr Raben … Grane mein Ross sei mir gegrüsst  –  Flagstadt


Große Aufnahmen in YouTube


Zu neuen Taten – Lauritz Melchior / Kirsten Flagstadt: Hören Sie diese Aufnahme mit dem Traumpaar der 30er Jahre, den beiden Skandinaviern Lauritz Melchior und Kirsten Flagstadt. Die beiden waren mit einzigartig voluminösen Stimmen gesegnet, die trotzdem über große lyrische Qualitäten verfügten. Diese Stimmenkombination war und ist im Wagner Fach wohl unerreicht.


Melchior war Cosima und Siegfried Wagner freundschaftlich verbunden und sang ab der Wiedereröffnung der Bayreuther Festspiele 1924 bis 1931 regelmäßig in Bayreuth und war der bevorzugte Tenor der beiden.


Kirsten Flagstadt, die noch heute vor allem mit ihren Wagner Partien des hochdramatischen Fachs assoziiert wird (Isolde und Brünnhilde), sang interessanterweise ihre erste Wagnerpartie erst mit fast 34 Jahren. Sie trat nur einmal, 1933, in Nebenrollen in Bayreuth auf. Ihr künstlerisches Schwergewicht lag ab 1935 an der Metropolitan Opera in New York, wo sie zusammen mit Lauritz Melchior Vorstellung für Vorstellung Triumphe feierte.



Brünhilde, heilige Braut - Lauritz Melchior: Fischer («Große Stimmen») schrieb über die Interpretation von Lauritz Melchior: «Die Entwicklung von dem todesverschatteten ‘wer verschloss Dich’ zu dem geradezu gräbersprengenden ‘der Wecker kam’ ist kaum beschreibbar.»



3 Fun Facts


1. In einer Probe der «Götterdämmerung» kam das Bühnenpferd Grane zum Einsatz. Just auf der Höhe des Souffleurkastens machte es ein Riesengeschäft. Die Augenzeugin Gwyneth Jones berichtete: «den Souffleur hatte es fast weggeschwemmt…»


2. Als Karajan in Wien die Götterdämmerung inszenierte, hatte er sehr genaue Vorstellungen von der Rolle des Lichts, die er in unzähligen Proben zu verwirklichen suchte. Als er zu einer weiteren Lichtprobe kam, fand er zu seinem Erstaunen das gesamte diensthabende Personal auf der Bühne samt dem Chef des Betriebsrats, der feierlich auf Karajan zuging und ihm einen Lorbeerkranz mit schwarzer Schleife überreichte. Auf dieser Schleife stand: «Anlässlich der 75. Beleuchtungsprobe zur Götterdämmerung, das gesamte Personal der Staatsoper!» (Quelle: Raderer/Wehmeier: «Immer bekommt der blöde Tenor die Dame»).


3. Birgit Nilsson war eine der grossen Brünnhilde. Viele Anekdoten ranken sich um ihre Beziehung zu Geld. Auf die Frage, ob die Nilsson schwierig sei, antwortete der frühere Met-Direktor Rudolf Bing einst: «Gar nicht, man tut genug Geld hinein und ein wunderbarer Klang kommt raus.»



Biografie von Richard Wagner (Doku)




Götterdämmerung von Richard Wagner



Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Welches sind die schönsten Stücke aus "Götterdämmerung"?


Zu neuen Taten


Zu neuen Taten...O heil’ge Götter, Vorspiel zum ersten Akt (Siegfried’s Rheinfahrt, Hoiho! Hoihoo! (Gibichung Massen-Szene), Auf Gunther, edler Gibichung (Rache Terzett), Brünnhilde, heilige Braut, Siegfrieds Trauermarsch, Flieget heim ihr Raben … Grane mein Ross sei mir gegrüsst (Finale)


Wie lautet die Kurzhandlung von Wagners Götterdämmerung?


Siegfried wird durch einen Zaubertrank dazu gebracht, seine Liebe zu Brünnhilde zu vergessen und in Gunthers Gestalt für diesen um sie zu werben, was Brünnhilde tief kränkt und sie zur Rache anstiften lässt.


Auf Hagens Betreiben wird Siegfried auf der Jagd hinterrücks erstochen, woraufhin Hagen auch Gunther im Streit um den Ring tötet. Brünnhilde durchschaut den Betrug, lässt sich mit Siegfried auf einem Scheiterhaufen verbrennen und gibt den Ring den Rheintöchtern zurück, während Walhall in Flammen aufgeht und die Götter untergehen.



Was ist Siegfrieds Rheinfahrt?


Das Zwischenspiel hat beinahe sinfonische Dimensionen und bekam den Übernamen «Siegfrieds Rheinfahrt». Sie schildert Siegfrieds Fahrt und glücklich bestandene Kämpfe. Es ist zweiteilig aufgebaut und zitiert im ersten Teil «Feuer-Themen» Loges und im zweiten Teil «Wasser» Themen und verarbeitet Motive des Rheins und der Rheintöchter.




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